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Mittwoch,

11.01.1967

Nachdem der erste Versuch, mit Intelsat II F-​1 (Intelsat 2A) einen kommerziellen geostationären Kommunikationssatelliten zu starten, wegen eines Defekts am Apogäumstriebwerk mißlungen war, unternahm die COMSAT mit Intelsat II F-​2 (Intelsat 2B) einen weiteren Versuch. Der Satellit startete am 12.01.1967 mit einer Delta-​E1 von Cape Canaveral und wurde auf der geplanten Transferbahn ausgesetzt. Am 14.01.1967 als der Satellit zum siebten Mal das Apogäum der Transferbahn durchlief, wurde sein Feststoff Apogäumstriebwerk gezündet. Und diesmal arbeitete dieses die vorgesehenen 16 s. Damit war zunächst eine geosynchrone Bahn in 36.000 km Höhe erreicht, auf der man den Satelliten auf die angestrebte Position driften ließ. Am 04.02.1967 erreichte er dann die Position über 174° Ost (nach anderen Quellen 178° Ost). Der kommerzielle Betrieb war aber bereits am 26.01.1967 aufgenommen worden, als u.a. Grußbotschaften zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Eisaku Sato un dem US Präsidenten Lyndon B. Johnson ausgetauscht wurden. Mit seiner Indienststellung erhielt Intelsat II F-​2 die Eigennamen „Lani Bird“ bzw. „Pacific I“. Und am 25.06.1967 spielte der Satellit eine wichtige Rolle beim ersten weltumspannenden Live-​TV-​Event. Das zweieinhalbstündige „Our World“ Programm wurde via Intelsat I, Intelsat II F-​2, Intelsat II F-​3 und ATS I in 24 Länder rund um den Globus übertragen. Wie sein Vorgänger verfügte Intelsat II F-​2 über eine Kapazität von 240 Sprechfunkkanälen bei einer Sendeleistung von 15 W. Der Energieversorgung dienten 12.756 Solarzellen auf der Mantelfläche mit einer anfänglichen elektrischen Leistung von 85 W. Bis Mitte der 1970er Jahre operierte der Satellit über wechselnden Positionen zwischen etwa 150 und 170° Ost in der Pazifikregion.