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Mittwoch,

08.04.1970

Die am 08.04.1970 mit der letzten Titan-​IIIC in der ursprünglichen Konfiguration von Cape Canaveral gestarteten Vela 6A und Vela 6B (Vela 11 und Vela 12) gehörten zur zweiten Generation von Satelliten zur weltweiten Registrierung von Atomexplosionen („Advanced Vela“) und bildeten gleichzeitig den Abschluß des Programms. Neben den schon bei den Satelliten der ersten Generation üblichen verschiedenartigen Detektoren und Strahlungsmeßgeräten verfügten sie über ein sogenanntes „Bhangmeter“, einen optischen Sensor, der den Lichtblitz einer eventuellen Atomexplosion registrieren sollte. Gemeinsam mit ihren beiden unmittelbaren Vorgängern registrierten die beiden letzten Vela Satelliten eine Reihe von Gammastrahlungsausbrüchen (GRBGammay-​Ray Bursts) und lieferten so unverhofft der Wissenschaft wertvolle Daten. Die Konstellation blieb bis 1984 in Betrieb. Dann übernahmen Sensoren auf den ersten Navstar Satelliten ihre Rolle.