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1970 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 130 Einträge (von 8554), chronologisch sortiert.

13.06.1970

13.06.1970

Der Erforschung der Magnetosphäre diente eine kleine wissenschaftliche Nutzlast vom Typ DS-​U2-​GK (геофизический-​комплексный), die am 13.06.1970 mit einer Kosmos-​2 11K63 Rakete als Kosmos 348 von Plesetsk gestartet wurde. Er setzte die Forschungen von Kosmos 261, des ersten „Sputnik der Freunschaft“, fort. Beide Satelliten erforschten unterschiedlichste ionosphärische Phänomene. An dem komplexen Programm waren neben sowjetischen Wissenschaftlern auch solche aus Bulgarien, Ungarn, Rumänien, der DDR, Polen und der Tschechoslowakei beteiligt. Zeitlich und räuml weiterlesen..

17.06.1970

17.06.1970

Hochauflösende Aufklärungsfotos lieferte Kosmos 349, ein Detailaufklärer des Typs Zenit-​4  (Erzeugnis 11F69), der am 17.06.1970 von Plesetsk gestartet wurde. Als Trägerrakete kam eine Woschod 11A57 Rakete zum Einsatz. Die Mission des Satelliten dauerte acht Tage und schloß mit der Rückkehr einer großen Landesektion zur Erde ab. In ihr befand sich die komplette Kameraausstattung und das Filmmaterial. weiterlesen..

19.06.1970

19.06.1970

Die USAF startete am 19.06.1970 von Cape Canaveral mit einer Atlas-​SLV3 A Agena-​D einen offensichtlich neuartigen geheimen Satelliten, dessen Typenzuordnung jahrzehntelang kontrovers diskutiert wurde. Mittlerweile scheint aber sicher zu sein, daß es sich bei dem Satelliten um den ersten aus dem CIA Programm RHYOLITE gehandelt hatte. Entgegen sonstiger Gewohnheiten — selbst bei streng geheimen Missionen — bestätigte die USAF diesmal nicht einmal den Start. Keine dürre Pressemitteilung, nichts. Dennoch kursierten bald schon in den Medien Berichte über den Start von Cape Canaveral. Doch war darin weiterlesen..

23.06.1970

23.06.1970

Mit dem Start von Meteor-​1 5  am 23.06.1970 von Plesetsk an Bord einer Wostok 8A92M Rakete setzte die Sowjetunion den Ausbau ihres Netzes meteorologischer Satelliten fort. Wie seine Vorgänger verfügte er über zwei TV-​Kameras, wobei eine im IR-​Bereich arbeitete. Weiterhin lieferten vier verschiedene Sensoren Temperaturprofile und Werte zur Wasserdampfverteilung in der Atmosphäre. Die Auflösung der im sichtbaren Bereich des Spektrums arbeitenden TV-​Kamera betrug etwa 1,25 km, die der IR-​Kamera etwa 15 km. Die Daten wurden jeweils an Bord gespeichert und b weiterlesen..

25.06.1970

25.06.1970

Eine USAF Titan-​23 B Agena-​D brachte am 25.06.1970 von der Vandenberg AFB einen „close look“ Fotoaufklärungssatelliten aus dem GAMBIT G³ Programm auf seine Bahn. Das KeyHole KH-​8  Kamerasystem des Satelliten lieferte hochauflösende Aufnahmen, die mit zwei kleinen Kapseln während der Mission zur Erde zurückgeführt werden sollten. Die Bergung der ersten Kapsel gelang auch problemlos, obwohl ihre Landung mit einigen Problemen verbunden gewesen war. Der ablative Hitzeschild der Kapsel hatte sich nämlich nicht wie vorgesehen gelöst, so daß die Kapsel deutlich schwerer weiterlesen..

26.06.1970

26.06.1970

Der am 26.06.1970 mit einer Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML von Plesetsk gestartete Kommunikationssatellit Molnija-​1 14  bildete einen Bestandteil des sowjetischen Nachrichtensatellitensystem „Orbita“ zur Verbreitung des zentralen sowjetischen Fernsehprogramms und zur Bereitstellung von Langstrecken-​Telefonie– und –Telegrafieverbindungen. Die Nutzung der Satelliten erfolgte dabei sowohl zivil als auch militärisch. weiterlesen..

26.06.1970

26.06.1970

Unter der Bezeichnung Kosmos 350 startete die Sowjetunion am 26.06.1970 mit einer Woschod 11A57 von Baikonur einen Fotoaufklärungssatelliten vom Typ Zenit-​2 M (Erzeugnis 11F690). Diese Satelliten mit dem Codenamen „Gektor“ zeichneten sich gegenüber dem Ausgangsmodell durch eine auf durchschnittlich zwölf Tage verlängerte Missionsdauer aus. Dazu trugen sie am Bug ein trommelförmiges Batteriemodul. Auch der Flug von Kosmos 350 ging über die übliche Distanz. weiterlesen..

27.06.1970

27.06.1970

Zu den am häufigsten eingesetzten sowjetischen Satelliten zählte lange Zeit der Typ DS-​P1-​Ju. Diese Satelliten wurden primär zur Kalibrierung sowjetischer Radaranlagen eingesetzt, führten teilweise daneben aber möglicherweise gelegentlich auch noch ein wissenschaftliches Forschungsprogramm aus. Jedenfalls legen das sowjetische Veröffentlichungen nahe. Auch Kosmos 351, der am 27.06.1970 mit einer Kosmos-​2 11K63 von Plesetsk startete, gehörte zur DS-​P1-​Ju Baureihe (Erzeugnis 11F618). weiterlesen..

27.06.1970

27.06.1970

Der Start des ersten militärischen „store dump“ Kommunikationssatelliten des verbesserten Typs Strela-​2 M scheiterte am 27.06.1970 in Plesetsk. Trägerrakete war eine Kosmos-​3M 11K65M. Im Vergleich zu den anderen Satelliten der „Strela“ Baureihe hatte das Strela-​2 M Modell mit 150 W eine deutlich höhere Sendeleistung. Das ebenfalls 1970 eingeführte Modell Strela-​1 M erreichte z.B. nur etwa 15 W, wog allerdings auch nur rund 10% eines Strela-​2 M. Der Satellit wies noch eine Beso weiterlesen..

07.07.1970

07.07.1970

Unter der Bezeichnung Kosmos 352 startete die Sowjetunion am 07.07.1970 einen Fotoaufklärungssatelliten des Typs Zenit-​4  (Erzeugnis 11F69). Eine Woschod 11A57 Rakete brachte den Satelliten von Baikonur auf eine Bahn für eine achttägige Mission. Nach dieser Zeit kehrte die Landesektion des Satelliten zur Erde zurück. weiterlesen..

09.07.1970

09.07.1970

Ein Zenit-​2 M (Erzeugnis 11F690, Codename „Gektor“) Fotoaufklärungssatellit startete am 09.07.1970 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Dank einer vergrößerten Batteriekapazität erreichten diese Satelliten eine 50% längere Missionsdauer als ihre Vorgänger Zenit-​2 . Die Landesektion von Kosmos 353 wurde nach 12 Tagen abgetrennt und kehrte mit dem Bildmaterial zur Erde zurück. weiterlesen..

21.07.1970

21.07.1970

Der Start einer Woschod 11A57 Rakete scheiterte am 21.07.1970 auf dem Kosmodrom Plesetsk. Bereits nach 106 s Flug ging die Steuerungskontrolle über die Zentralstufe verloren, bis die Rakete nach 147 s außer Kontrolle geriet. Sie hätte einen Fotoaufklärungssatelliten der Baureihe Zenit-​4  (Erzeugnis 11F69) zur Gewinnung hochauflösender Bilder auf seine Bahn bringen sollen. weiterlesen..

23.07.1970

23.07.1970

Eine CORONA Aufklärungsmission begann am 23.07.1970 mit dem Start einer Thorad-​SLV2 H Agena-​D von der Vandenberg AFB. Der Fotoaufklärungssatellit war mit einem KeyHole KH-​4 B Kamerasystem ausgestattet. Beide Kapseln („Buckets“) mit dem belichteten Filmmaterial konnten (am 30.07. bzw. 10.08.1970) von Flugzeugen der 6593rd Test Squadron in der Luft abgefangen und geborgen werden. Nach der Entwicklung der Filme und ihrer Auswertung wurde die Bildqualität als durchschnittlich gut eingestuft. Auch diese Mission war wohl speziell zur Überwachung des Sinai konzipiert. Nach ei weiterlesen..

23.07.1970

23.07.1970

Nur drei Monate nach Intelsat III F-​7  (Intelsat 3G) startete am 23.07.1970 mit einer Delta-​M von Cape Canaveral das achte und letzte Exemplar der dritten Generation von geostationären Nachrichtensatelliten des INTELSAT Konsortiums. Es sollte über dem Pazifik bei 128° Ost stationiert werden. Der Satellit verfehlte allerdings nach Problemen mit dem integrierten Apogäumstriebwerk den geostationären Orbit. Intelsat III F-​8  (Intelsat 3 H) geriet am 25.07.1970 nur 14,5 s nach der Triebwerkszündung vollkommen weiterlesen..

28.07.1970

28.07.1970

Eine routinemäßige Überprüfung der Einsatzbereitschaft ihres kosmischen Bombardierungssystems STschOB (Система Частично-​Oрбитального Бомбометания) bzw. FOBS unternahm die Sowjetunion am 28.07.1970. An diesem Tag startete von Baikonur eine R-​36-​O 8K69 Rakete und brachte die Nutzlast, einen Dummy-​Sprengkopf mit integriertem Triebwerksblock, auf eine niedrige Erdumlaufbahn. Dieses technisch als OGTsch bezeichnete Objekt erhielt offiziell die Bezeichnung Kosmos 354. Nach einem knappen Erdumlauf schloß die Mission mit der Einleitung des Retromanövers und einem simulierten Angriff erfolgreich a weiterlesen..

31.07.1970

31.07.1970

Der zweite Flug eines sowjetischen experimentellen Raumgleiters des Typs BOR-​2  (Беспилотный Орбитальный Ракетоплан) fand am 31.07.1972 statt. Eine 8K63 B, eine für diese Mission umgebaute vormalige militärische R-​12  8K63 (SS-​12) Mittelstreckenrakete, brachte das 1:3 Modell des geplanten „Spiral“ von Kapustin Jar aus auf eine ballistische Flugbahn. Das Flugprogramm konnte erfolgreich abgeschlossen werden, obwohl die Inspektion nach der Fallschirmlandung zeigte, daß an der Unterseite des Lifting Body heißes Plasma in weiterlesen..

07.08.1970

07.08.1970

Eine kleine Kosmos-​2 11K63 Rakete brachte am 07.08.1970 von Kapustin Jar den Forschungssatelliten Interkosmos 3 (IK-​3) auf seine exzentrische Umlaufbahn. Der kleine Satellit vom Typ DS-​U2-​IK war in multinationaler Kooperation entstanden. An der Ausstattung war neben der Sowjetunion auch die Tschechoslowakei beteiligt, die Auswertung der Experimente geschah jedoch unter Beteiligung von Wissenschaftlern der gesamten Interkosmos Kooperation. Interkosmos 3 hatte die Aufgabe, die höhere Ionosphäre sowie die Magnetosphäre der Erde zu un weiterlesen..

07.08.1970

07.08.1970

Mit Kosmos 355 startete die Sowjetunion am 07.08.1970 einen weiteren Fotoaufklärungssatelliten des Typs Zenit-​4  (Erzeugnis 11F69). Der Start des Satelliten erfolgte mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Startgelände Plesetsk. Nach der üblichen Missionsdauer von acht Tagen kehrte die Landesektion des Satelliten zur Erde zurück. weiterlesen..

10.08.1970

10.08.1970

Einen Magnetosphärenforschungssatelliten vom Typ DS-​U2-​MG startete die Sowjetunion am 10.08.1970 mit einer kleinen Kosmos-​2 11K63 Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Wie bei seinem Vorgänger Kosmos 321 bestand die wissenschaftliche Ausrüstung aus lediglich einem einzigen Instrument, dem Quantum Cäsium Magnetometer KMZ-​1 . Das Meßprogramm von Kosmos 356 lief bis zum Wiedereintritt am 02.10.1970. Die Daten beider Satelliten flossen in eine Magnetfeldkarte der Erde ein, die 1976 auch außerhalb der Sowjetunion publiziert wurde. weiterlesen..

17.08.1970

17.08.1970

Nach einer Reihe von teilweisen oder kompletten Fehlschlägen bei der Erkundung des Planeten Venus sollte die Sowjetunion 1970 endlich zu beachtlichen Erfolgen kommen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den vorangegangenen Missionen wurde für die Venera 3 V (V-​70) Sonden ein wesentlich stabilerer Landekörper entwickelt und das Fallschirmsystem anhand der vorliegenden Daten zur Venusatmosphäre so modifiziert, daß ein rascher Abstieg zur Planetenoberfläche möglich wurde. Der Start von Venera 7 erfolgte am 17.08.1970 von Baikonur mit einer Molnija-​M 8K78M mit Blo weiterlesen..

18.08.1970

18.08.1970

Am 18.08.1970 startete im Rahmen der Hardwareerprobung für das bemannte sowjetische Mondprogramm von Baikonur eine dreistufige Proton-​K 8K82 K Rakete mit einer Attrappe des 7 K-​L1 E Raumschiffs. Der ballistische Flug des als 82EW bezeichneten Modells wurde als Erfolg gewertet. Die Motivation dieses Tests wie auch die Ergebnisse liegen auch heute noch im Dunkeln. Ballistische Testflüge entsprechen eigentlich nicht der sowjetischen Philosophie der Erprobung von Raumfahrtsystemen. weiterlesen..

18.08.1970

18.08.1970

Ein großer Fotoaufklärungssatellit aus dem GAMBIT G³ Programm startete am 18.08.1970 mit einer Titan-​23 B Agena-​D von der Vandenberg AFB. Der mit einem KeyHole KH-​8  Kamerasystem ausgestattete Satellit lieferte extrem detaillierte Fotos ausgewählter Objekte. Das Bildmaterial kehrte in zwei Kapseln zur Erde zurück. Eigentlich sollte Mission 4328 erstmals über 18 Tage gehen, wurde dann aber kurzfristig auf 16 Tage verkürzt, um zeitnah das Bildmaterial auswerten zu können, das die Einhaltung der Bedingungen des am 07.08.1970 zwischen Israel und Ägypten geschlossenen Waffe weiterlesen..

19.08.1970

19.08.1970

Der Verbesserung der militärischen Kommunikation zwischen den USA und Großbritannien sollte der am 19.08.1970 mit einer Delta-​M von Cape Canaveral gestartete Skynet IB dienen. Dazu verfügte der von Philco-​Ford in den USA gebaute Satellit über eine mechanisch entdrallte Antenne für Übertragungen im X-​Band. Wenige Sekunden nach der Zündung des satelliteneigenen Feststoff Apogäumstriebwerks am 22.08.1970 brach jedoch jeder Funkkontakt ab. Vermutlich war das Star-​17 A Triebwerk explodiert. Einen Monat zuvor war unter ähnlichen Umständen der Intels weiterlesen..

19.08.1970

19.08.1970

Zu den über ein Jahrzehnt lang regelmäßig innerhalb des Kosmos Programms gestarteten Satelliten zählte auch die Serie DS-​P1-​Ju. Diese kleinen Satelliten dienten sowjetischen ABM– und Raketenfrühwarn-​Radarstationen als Trainingsobjekt und konnten zur Kalibrierung der Anlagen eingesetzt werden. Der am 19.08.1970 mit einer Kosmos-​2 11K63 von Plesetsk gestartete Kosmos 357 zählte zu diesem Typ. weiterlesen..

20.08.1970

20.08.1970

Nicht ganz sicher ist die Bestimmung des Satelliten Kosmos 358, der am 20.08.1970 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete von Plesetsk gestartet wurde. Eventuell handelte es sich um den ersten Test eines neuen Zielflugkörpers für die sowjetischen ABM und ASAT Tests. Der neue Typ Tjulpan (Erzeugnis 11F631, Codename „Lira“) war leichter als sein Vorgänger IS-​P „Uran“. Daher mußten die Starts jetzt nicht mehr mit der Zyklon Rakete erfolgen. Trotz der leichteren Bauweise handelte es sich bei den Tjulpan Satelliten um mehr als lediglich ein passives Ziel. Sensoren registri weiterlesen..

22.08.1970

22.08.1970

Die Mission der Schwestersonde von Venera 7 scheiterte am 22.08.1970. Der Start von Baikonur mit einer Molnija-​M 8K78M mit Block-​NVL auf die geplante Parkbahn gelang noch planmäßig. Doch die Zündung der Fluchtstufe erfolgte mit zeitlicher Verzögerung. Und dann trat auch noch nach 25 s vorzeitig der Brennschluß ein. Probleme mit einem Wechselrichter im elektrischen System und mit einer Zeitschaltuhr hatten zu diesem Fehlverhalten geführt. So strandete die Sonde als Kosmos 359 auf einer elliptischen Erdumlaufbahn und verglühte zweieinhalb Monate später. weiterlesen..

26.08.1970

26.08.1970

Eine klassifizierte Nutzlast startete eine Thorad-​SLV2G Agena-​D am 26.08.1970 von der Vandenberg AFB. Bei dem Satelliten, der auf eine 500 km Kreisbahn gelangte, handelte es sich um einen komplexen Satelliten zur funkelektronischen Aufklärung. Derartige große ELINT Satelliten, über die nur wenig bekannt ist, wurden als „Heavy Ferret“ bezeichnet. Dieses Exemplar trug die (inoffizielle) Bezeichnung Ferret 15. Erst Jahrzehnte später wurden neben dem Programmnamen auch einige Details zur Mission des Satelliten veröffentlicht. Die dritte Mission eines Unterprogramms des USAF Programms 770  weiterlesen..

27.08.1970

27.08.1970

Mit einer Scout-​A gelangte am 27.08.1970 von der Vandenberg AFB der Navigationssatellit Transit 19 (auch Transit O-​19  bzw. NNS 30190) auf seine Bahn. Nach der Überwindung von Qualitätsproblemen bei der Fertigung der operativen Transit Satelliten (OSCARs) erreichten die Satelliten nun eine Lebensdauer von mehreren Jahren, was die Startfrequenz deutlich sinken ließ. So lagen zwischen den Starts von Transit 18 und Transit 19 rund eineinhalb Jahre. weiterlesen..

29.08.1970

29.08.1970

Ein manövrierfähiger Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​4 M (Erzeugnis 11F691, Codename „Rotor“) wurde am 29.08.1970 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Baikonur gestartet. Nach einem zehntägigen Flug kehrte die Landesektion von Kosmos 360 mit dem Ftor-​6  Kamerasystem und dem belichteten Filmmaterial zur Erde zurück. weiterlesen..

01.09.1970

01.09.1970

Einen geheimen Satelliten, dessen Typenzuordnung auch mit den heute vorliegenden Fakten nicht eindeutig erfolgen kann, startete die USAF am 01.09.1970 mit einer Atlas-​SLV3 A Agena-​D von Cape Canaveral. Meist wird OPS 7329 dem Programm CANYON zugeordnet, das NRO und USAF betrieben, um die Signale sowjetischer Mikrowellenverbindungen abzufangen (COMINT). Als Tarnung wurden Berichte lanciert, wonach die Satelliten Teil von Programm 949 zur Entwicklung einer neuen Generation von IR-​Frühwarnsatelliten waren. Andere Quellen ordnen ihn dem Programm AFP-​720  RHYOLITE zu. weiterlesen..

02.09.1970

02.09.1970

Obwohl Großbritannien mit der Bereitstellung der Blue Streak Erststufe für die Europa Rakete bereits an der Entwicklung einer Raumfahrtträgerrakete beteiligt war, leistete sich das Land den Luxus, einen nationalen Satellitenträger zu entwickeln. Die Weiterentwicklung der Forschungsrakete Black Knight zur leichten Black Arrow Trägerrakete verlief zwar trotz einiger Schwierigkeiten erfolgreich, bald war jedoch klar, daß keinesfalls eine Kostenersparnis gegenüber den bisher praktizierten Satellitenstarts mit Scout Trägerraketen der NASA zu erreichen war. Dennoch lief das Programm vorläu weiterlesen..

03.09.1970

03.09.1970

Das zweite Exemplar aus der verbesserten DMSP Block VA Baureihe militärischer meteorologischer Satelliten gelangte am 03.09.1970 mit einer Thor-​LV2 F Burner-​2 Trägerrakete von der Vandenberg AFB auf seine polare Umlaufbahn. Bei DMSP Block-​5 A F2  (FTV-​12) waren die bis zur Block IV Serie eingesetzten Vidicon-​Kameras durch zwei neue Kamerasysteme ersetzt worden, deren Bilder zeilenweise abgetastet wurden. Einher ging damit der Wechsel von der bis dahin praktizierten Spinstabilisierung zur 3-​Achs weiterlesen..


08.09.1970

08.09.1970

Einen manövrierfähigen Fotoaufklärer des Typs Zenit-​4 M „Rotor“ (Erzeugnis 11F691) startete die Sowjetunion am 08.09.1970 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Als Kosmos 361 absolvierte er einen 13-​tägigen Flug, was der üblichen Missionsdauer bei diesem Typ entsprach. weiterlesen..

12.09.1970

12.09.1970

Während in den USA das bemannte Apollo-​Programm nach der Beinahekatastrophe von Apollo 13 pausierte, unternahm die Sowjetunion mit Luna 16 wieder einen Versuch, mit einer unbemannten Sonde vom Typ E-​8 – 5  Bodenproben vom Mond zur Erde zurückzuführen. Die Sonde startete am 12.09.1970 um 13:25 UTC mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​D 11S824 Endstufe von Baikonur, einen Tag später erfolgte eine Kurskorrektur. Am 17.09.1970 schwenkte Luna 16 dann in einen Mondorbit ein, der in den nächsten zwei Tagen im Periselenum bis auf 15 km abgesenkt wurde. weiterlesen..


16.09.1970

16.09.1970

Kosmos 362, der am 16.09.1970 mit einer Kosmos-​2 11K63 Rakete von Plesetsk gestartet worden war, diente sekundären militärischen Aufgaben, vermutlich der Radar-​Kalibrierung. Offiziell wurde dagegen seinerzeit der Start eines Forschungssatelliten gemeldet. Der Satellit vom Typ DS-​P1-​I beendete am 24.11.1970 sein Programm. weiterlesen..

17.09.1970

17.09.1970

Eine Woschod 11A57 Rakete brachte am 17.09.1970 vom Kosmodrom Baikonur aus den Fotoaufklärungssatelliten Kosmos 363 auf eine Umlaufbahn. Es handelte sich bei ihm um einen Satelliten des Typs Zenit-​2 M (Erzeugnis 11F690, Codename „Gektor“), womit er zur zweiten Generation derartiger Satelliten in der Sowjetunion zählte. Zenit-​2 M Satelliten verfügten über eine erweiterte Batteriekapazität, was eine Missionsdauer von zwölf Tagen zuließ. Kosmos 363 nutzte diese Zeitspanne voll aus, bevor die Kapsel mit der Kameraausrüstung zur Erde zur weiterlesen..

22.09.1970

22.09.1970

Mit einer Woschod 11A57 Rakete startete am 22.09.1970 von Plesetsk der Fotoaufklärungssatellit Kosmos 364. Dieser Satellit vom Typ Zenit-​4 MK (Erzegnis 11F692), Codename „Germes“, gehörte zur dritten Generation sowjetischer Fotoaufklärungssatelliten, war manövrierfähig und verfügte über ein Kamerasystem zur Gewinnung hochauflösender Aufnahmen, die mit einer Kapsel zur Erde zurückgeführt werden konnten. Die Mission von Kosmos 364 endete nach der außergewöhnlich kurzen Flugdauer von lediglich 10 Tagen, was auf technische Probleme hindeuten könnte. weiterlesen..

25.09.1970

25.09.1970

Nachdem Japan mit der Trägerrakete Lambda L-​4 S zunächst nur das Ziel verfolgt hatte, einen Satelliten auf eine Umlaufbahn zu befördern, wurde mit der nachfolgenden Raketenfamilie Mu der Transport von diversen wissenschaftlichen Satelliten angestrebt. Am 25.09.1970 fand (nach siebenmaliger wetter– und technisch bedingter Verschiebung seit dem 19.08.1970) von Kagoshima der erste Start der neuen Mu M-​4 S Trägerrakete mit einer wissenschaftlichen Nutzlast statt. Die vierte Raketenstufe zündete jedoch nach Problemen mit der Spinstabilisierung nicht und der Satellit namens MS-​F1 weiterlesen..

25.09.1970

25.09.1970

Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft unternahmen die sowjetischen Raketentruppen am 25.09.1970 von Baikonur einen Testflug des FOBS Waffensystems. Die R-​36-​O 8K69 Rakete brachte die OGTsch Nutzlast, eine Sprengkopfattrappe mit Triebwerksblock, zunächst planmäßig auf eine niedrige Erdumlaufbahn, aus der heraus mit einem Bremsmanöver der simulierte Atom Angriff eingeleitet wurde. Zur Verschleierung der Natur des Raketenstarts erhielt das Unternehmen die Bezeichnung Kosmos 365. Dennoch erkannte die CIA das Unternehmen korrekt als geglückten FOBS Test. weiterlesen..

29.09.1970

29.09.1970

Der am 29.09.1970 mit einer Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML von Plesetsk gestartete Kommunikationssatellit Molnija-​1 15  bildete einen Bestandteil des sowjetischen Nachrichtensatellitensystem „Orbita“ zur Verbreitung des zentralen sowjetischen Fernsehprogramms und zur Bereitstellung von Langstrecken-​Telefonie– und –Telegrafieverbindungen. Die Nutzung der Satelliten erfolgte dabei sowohl zivil als auch militärisch. weiterlesen..

01.10.1970

01.10.1970

Eine Aufklärungsmission begann am 01.01.1970 in der Sowjetunion mit dem Start einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Baikonur. Sie brachte einen Satelliten des Typs Zenit-​2 M (Erzeugnis 11F690, Codename „Gektor“) auf eine Umlaufbahn, einen Fotoaufklärer der zweiten Generation. Kosmos 366 flog eine Mission mit der Standarddauer von zwölf Tagen an deren Ende die Kapsel mit der Kameraausrüstung und dem Filmmaterial zur Erde zurückkehrte. weiterlesen..

03.10.1970

03.10.1970

Mit Kosmos 367 startete die Sowjetunion am 03.10.1970 von Baikonur einen weiteren Prototypen des militärischen RORSAT Programms US-​A. Dieser erste Phase 3 Satellit (Erzeugnis 17F16 K) war nach heutigem Kenntnisstand zugleich der erste derartige Flugkörper mit einem aktiven Kernreaktor an Bord, wenn er auch noch immer nicht über ein funktionstüchtiges Radarsystem verfügte. Vorangegangene Systemtests hatten noch chemische Batterien zur Energieversorgung genutzt. Kosmos 367 erreichte mit seiner gefährlichen Fracht problemlos die Umlaufbahn. Die neue Varian weiterlesen..

08.10.1970

08.10.1970

Die Mission von Kosmos 368 ist ein typisches Beispiel für die enge Verflechtung ziviler und militärischer Raumfahrtprojekte in der Sowjetunion. Der Start des Satelliten erfolgte am 08.10.1970 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Baikonur. Die Nutzlast der Rakete war ein Fotoaufklärungssatellit aus der Zenit-​2 M (Erzeugnis 11F690, Codename „Gektor“) Baureihe. Zusätzlich zu seiner Aufklärungsmission absolvierte er aber auch ein wissenschaftliches Forschungsprogramm mit Schwerpunkt Biomedizin. Vor einiger Zeit wurde bekannt, daß Kosmos 368 als direkt weiterlesen..


08.10.1970

08.10.1970

Eine kleine Kosmos-​2 11K63 Rakete startete am 08.10.1970 vom Kosmodrom Plesetsk und brachte den Satelliten Kosmos 369 auf eine Umlaufbahn. Der Satellit war vom Typ DS-​P1-​Ju. Es handelte sich bei ihm um einen JuRLS Satelliten der ersten Generation zur Kalibrierung von Bahnverfolgungsradars bzw. Radarsystemen des sowjetischen Raketenfrühwarn– und –abwehrsystems. Nach offiziellen Angaben stellte der Satellit am 22.01.1971 seinen Betrieb ein, genauer gesagt verglühte er an diesem Tag. weiterlesen..

09.10.1970

09.10.1970

Kosmos 370 zählte zur Kategorie der sowjetischen manövrierfähigen Fotoaufklärer vom Typ Zenit-​4 M „Rotor“ (Erzeugnis 11F691). Der Satellit startete am 09.10.1970 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom Kosmodrom Baikonur. Mit dreizehn Tagen bis zur Rückführung der Landesektion erreichte Kosmos 370 die übliche Missionsdauer für diesen Typ. weiterlesen..

12.10.1970

12.10.1970

Vermutlich noch immer experimentellen Zwecken diente der Start eines Navigationssatelliten vom Typ „Saliv“ (Erzeugnis 11F617) für die „Zyklon“ Konstellation am 12.10.1970 von Plesetsk. Eine Kosmos-​3M 11K65M brachte Kosmos 371 auf eine Kreisbahn im 700 km Höhenbereich. weiterlesen..

14.10.1970

14.10.1970

Im Rahmen einer multinationalen Kooperation unter dem Dach der Interkosmos Organisation sozialistischer Staaten entwickelten und bauten Experten aus der Sowjetunion, der Tschechoslowakei und der DDR einen weiteren Forschungssatelliten, der am 14.10.1970 als Interkosmos 4 (IK-​4) mit einer Kosmos-​2 11K63 Rakete von Kapustin Jar gestartet wurde. Nach den Erfahrungen mit Interkosmos 1, dessen Programm er fortsetzen sollte, hatte man den Satelliten vom Typ DS-​U3-​IK mit einer aktiven Lagestabilisierung ausgerüstet. Somit war gewährleist weiterlesen..

15.10.1970

15.10.1970

Das sowjetische Netz meteorologischer Satelliten auf Umlaufbahnen hoher Inklination erhielt am 15.10.1970 Verstärkung. An diesem Tag startete vom Kosmodrom Plesetsk eine Wostok 8A92 M Rakete, die den Satelliten Meteor-​1 6  auf seine Umlaufbahn brachte. Nachdem bei Meteor-​1 5  eine höhere Umlaufbahn bei gleichfalls höherer Bahnneigung erprobt worden war, kehrte man bei diesem Flug vorläufig wieder zu den Standardparametern zurück. Denn während Meteor-​1 5  dem Test eines verbess weiterlesen..

16.10.1970

16.10.1970

Mit einer leichten Trägerrakete vom Typ Kosmos-​3M 11K65M startete am 16.10.1970 von Plesetsk der militärische Kommunikationssatellit Kosmos 372. Der Satellit war vom Typ Strela-​2 M und zählte damit zu den Prototypen für ein Netz von jeweils drei Satelliten auf 120° zueinander versetzten Bahnen, die dem Kontakt zu sowjetischen KGB-​Agenten im Ausland dienen sollten. Die Informationsübermittlung erfolgte dabei beim Überflug nach dem „store-​dump“ Prinzip. weiterlesen..

20.10.1970

20.10.1970

Nach zweijähriger Pause nahm die Sowjetunion am 20.10.1970 wieder Tests ihres Antisatelliten-​Waffensystems auf. Zunächst startete von Baikonur eine Zyklon-​2 11K69 mit dem IS-​M (russ. Истребитель Cпутник — Mишень, svw. Jagdsatellit — Ziel) Zielsatelliten Kosmos 373. Der manövrierfähige Zielflugkörper erreichte planmäßig eine exzentrische Umlaufbahn. Hier diente er in den nächsten Tagen zwei Jagdsatelliten, Kosmos 374 und Kosmos 375, als Ziel. Wobei in beiden Fällen (23.10.1970 und 30.10.1970) der Sprengkopf in sicherem Abstand zum Ziel ausgelöst wurde o weiterlesen..

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