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Juni 1976 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 13 Einträge (von 8590), chronologisch sortiert.

02.06.1976

02.06.1976

Einer der wenigen Nachteile geostationärer Kommunikationssatelliten ist ihre schlechte Abdeckung polarer Regionen. Die Sowjetunion setzte seit den 1960er Jahren unter anderem daher bewußt auf ihre Molnija-​Satelliten auf hochelliptischen Bahnen. Auch das US Militär erkannte den Nutzen eines solchen Systems. Als in den 1970er Jahren mit den KeyHole KH-​11  Fotoaufklärungssatelliten erstmals die Bildinformationen eines solchen Systems in Echtzeit zur Auswertung übertragen werden sollten, war man sich bewußt, daß der alleinige Einsatz geostationärer Relaissatelliten „blind weiterlesen..

02.06.1976

02.06.1976

Kosmos 823, ein Navigationssatellit des Typ Saliv (meist als Zyklon bezeichnet), wurde am 02.06.1976 vom Kosmodrom Plesetsk gestartet. Trägerrakete war eine Kosmos-​3M 11K65M, die den Satelliten auf einen Orbit in durchschnittlich knapp 1.000 km Höhe beförderte. Obwohl 1974 bereits Tests mit einem im Detail verbesserten Nachfolgesystem (Parus bzw. Zyklon-​B) begonnen hatten, wurde scheinbar auch das Urmodell der sowjetischen Navigationssatelliten (Erzeugnis 11F617) noch bis Ende der 1970er Jahre eingesetzt. Kosmos 823 zählte zu diesen Exemplaren. weiterlesen..

08.06.1976

08.06.1976

Ein weiterer Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​4 MK, Erzeugnis 11F692 (Codename „Germes“) startete am 08.06.1976 mit einer Woschod 11A57 Rakete vom kasachischen Baikonur. Diese in engen Grenzen manövrierfähigen Satelliten konnten Abweichungen beim Bahneinschuß ausgleichen, was eine der Voraussetzung für die Gewinnung hochauflösender Aufnahmen war. Das Filmmaterial kehrte in der zentralen Landesektion am Ende der Mission zur Erde zurück, wobei die Ressourcen der Satelliten auf zwei Wochen ausgelegt waren. Auch die Rückkehrsektion von Kosmos 824 landete nach d weiterlesen..

10.06.1976

10.06.1976

Nur vier Monate nach dem Start des ersten kommerziell genutzten maritimen Kommunikationssatelliten, Marisat 1, wurde mit einer Delta 2914 der NASA von Cape Canaveral das nächste Exemplar gestartet. Die Rakete beförderte Marisat 2 (auch Marisat 102 oder Marisat-​B genannt) auf die vorgesehene geostationäre Transferbahn. Während des siebten Erdumlaufs wurde dann der sogenannte Apogee Boost Motor (ABM) gezündet, der den Satelliten auf seinen endgültigen geostationären Orbit anhob. Hier wurde er über 176° Ost positioniert, deckte also die Pazifikregion weiterlesen..

15.06.1976

15.06.1976

Acht Kosmos Satelliten der Strela-​1 M Baureihe beförderte eine Kosmos-​3M 11K65M Rakete am 15.06.1976 vom Startgelände Plesetsk auf ihre Umlaufbahnen. Kosmos 825, Kosmos 826, Kosmos 827, Kosmos 828, Kosmos 829, Kosmos 830, Kosmos 831 und Kosmos 832 erreichten alle ähnliche Umlaufbahnen zwischen etwa 1.400 und 1.500 km Höhe. Die Strela-​1 M Satelliten dienten der militärischen Kommunikation. Nachrichten wurden an die Satelliten übermittelt, von diesen zwischengespeichert, und beim Überflug einer Boden weiterlesen..

16.06.1976

16.06.1976

Mit einer Woschod 11A57 Rakete startete am 16.06.1975 vom Kosmodrom Plesetsk ein Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​4 MK, Erzeugnis 11F692 (Codename „Germes“). Diese Satelliten waren begrenzt manövrierfähig und lieferten hochauflösende Aufnahmen, die mit einer Kapsel am Ende der Mission nach typischerweise dreizehn Tagen zur Erde zurückgeführt wurden. Auch der Flug von Kosmos 833 ging nach dieser Zeitspanne zu Ende. weiterlesen..

19.06.1976

19.06.1976

Als erste der beiden Viking Marssonden schwenkte Viking 1 am 19.06.1976 in einen Orbit um den roten Planeten ein. Erreicht wurde eine langgestreckte Bahn zwischen 1.513 und 33.000 km. Das mit Spannung erwartete Bremsmanöver gelang planmäßig — trotz eines kurz zuvor entdeckten Lecks an einem Ventil im Treibstsystem. Nach einigen Korrekturen der Umlaufbahn begannen die Wissenschaftler mit Hilfe der Kameras der Sonde Ausschau zu halten nach einem geeigneten Landeplatz. Zwar waren schon vor dem Start mögliche Zielgebiete ausgewählt worden. Doch eine endgültige Auswahl sollten erst die ho weiterlesen..

19.06.1976

19.06.1976

Tests neuer Systeme und Satellitenkomponenten diente der Flug von Interkosmos 15. Der Satellit vom Typ AUOS-​Z-​T-​IK wurde am 19.06.1976 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete von Plesetsk gestartet. Er gelangte auf eine leicht elliptische Bahn in durchschnittlich 500 km Höhe. Die wissenschaftliche Ausrüstung des Satelliten umfaßte u.a. ein Spektrometer für den Energiebereich zwischen 1010 und 1015 eV. Bereits nach fünf Wochen gab die Sowjetunion das Ende der Mission bekannt. Zu den Systemen, die mit IK-​15  erprobt worden waren, zähl weiterlesen..

22.06.1976

22.06.1976

Der zweite erfolgreiche Start einer sowjetischen Raumstation aus dem militärischen Almaz Programm erfolgte am 22.06.1976 mit einer dreistufigen Proton-​K 8K82 K vom Kosmodrom Baikonur. Das sowjetische Raumstationsprogramm der 1970er Jahre war mehrfach unerwarteten Wendungen unterworfen gewesen. Die konkurrierenden zivilen und militärischen Raumstationsprojekte der rivalisierenden Konstruktionsbüros OKB-​52  Tschelomej (Projekt OPS) und OKB-​1  Mischin (Projekt DOS) wurden schließlich zusammengelegt. Die bereits fertiggestellten militärischen Alma weiterlesen..

24.06.1976

24.06.1976

Ein Zenit-​2 M Fotoaufklärungssatellit wurde am 24.06.1976 unter der Bezeichnung Kosmos 834 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Plesetsk gestartet. Der Satellit (Codename „Gektor“, Erzeugnisnummer 11F690) fertigte Übersichtsaufnahmen geringer Auflösung an. Die Mission endete, als die große Landesektion mit der Kameraausrüstung und dem Filmmaterial nach zwölf Tagen planmäßig zur Erde zurückkehrte. weiterlesen..

26.06.1976

26.06.1976

Der sechste Infrarot-​Frühwarnsatellit aus dem IMEWS Programm wurde am 26.06.1976, zwei Monate später als ursprünglich geplant, mit einer Titan-​23 C von Cape Canaveral gestartet. Der Satellit erreichte kurze Zeit später seine geostationäre Umlaufbahn, wo er über dem Atlantik stationiert wurde. Zunächst auf 35° West, wechselte er 1977 auf 65° West. Zwischen diesen beiden Positionen pendelte er bis 1981 mehrfach. Dann wurde er über dem Pazifik neu stationiert, anfangs bei 125° West, dann bei 140° West. Letzter Einsatzort war der Indische Ozean bei 75° Ost. IMEWS 6 (OP weiterlesen..

29.06.1976

29.06.1976

Die große Anzahl der in den 1970er Jahren gestarteten Satelliten erklärte sich zu einem erheblichen Teil aus der hohen Startfrequenz bei den Zenit-​4 MK (Erzeugnis 11F692 „Germes“) Satelliten. Einer dieser mit einem leistungsfähigen Kamerasystem ausgerüsteten Fotoaufklärungssatelliten erreichte am 29.06.1976 mit einer Woschod 11A57 Rakete von Baikonur seine Bahn. Der manövrierfähige Satellit gelangte auf eine leicht elliptische Umlaufbahn, deren Perigäum über dem Zielgebiet bei etwa 170 km lag, während das Apogäum über 300 km in den Raum reichte. Nach dreizeh weiterlesen..

29.06.1976

29.06.1976

Mit einer leichten Trägerrakete des Typs Kosmos-​3M 11K65M startete am 29.06.1976 von Plesetsk der militärische Kommunikationssatellit Kosmos 836. Der Satellit war vom Typ Strela-​2 M und gehörte damit zu einem Netzwerk, bei dem jeweils drei Satelliten, die dem Kontakt zu sowjetischen KGB Agenten im Ausland dienen sollten, auf 120° zueinander versetzten Bahnen operierten. Die Informationsübermittlung erfolgte bei diesem System während des Überflugs nach dem „store-​dump“ Prinzip. weiterlesen..

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