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September 1976 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 11 Einträge (von 8682), chronologisch sortiert.

01.09.1976

01.09.1976

Exakt zwei Monate nach dem mißlungenen Start eines Molnija-​2  Satelliten vom Kosmodrom Plesetsk wiederholte sich am 01.09.1976 dort dasselbe Szenario. Betroffen war wieder ein militärischer Molnija-​2  Kommunikationssatellit. Der Start der Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML Beschleunigungsstufe verlief zunächst programmgemäß, doch dann versagte erneut die vierte Raketenstufe, als sich ihre BOZ (Блок Обеспечения Запуска) Hilfstriebwerke nicht zünden ließen. Das wäre aber die Voraussetzung dafür gewesen, daß sich der Treibstoff vor der Zündung des Haupt weiterlesen..

01.09.1976

01.09.1976

Drittes und letztes Exemplar einer Serie von Experimentalsatelliten zur Erprobung neuer Techniken und Systeme für ein US Navy Navigations­satelliten­system der zweiten Generation war TRIAD 3 bzw. TIP III (abgeleitet von Transit Improvement Program). Ziel der Satelliten war es, einen gegen Strahlungseinflüsse „gehärteten“ Satelliten zu entwickeln. Zugleich wurde ein von Korrekturen durch Bodenstationen unabhängiger Betrieb von mindestens fünf Tagen gefordert, wozu es wiederum der Entwicklung eines Satelliten bedurfte, dessen Bahn durch aerodynmaische Einflüsse kaum gestört wur weiterlesen..

03.09.1976

03.09.1976

Ein weiterer Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​4 MK, Erzeugnis 11F692 (Codename „Germes“) startete am 03.09.1976 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Diese in engen Grenzen manövrierfähigen Satelliten konnten Abweichungen beim Bahneinschuß ausgleichen, was eine Voraussetzung für die Gewinnung hochauflösender Aufnahmen war. Das Filmmaterial kehrte mit einer Kapsel am Ende der Mission zur Erde zurück, wobei die Ressourcen der Satelliten auf zwei Wochen ausgelegt waren. Und so landete auch die Rückkehrsektion von Kosmos 854 nach dreizehn Tag weiterlesen..

11.09.1976

11.09.1976

Nach langwieriger Entwicklung startete am 11.09.1976 mit einer Thor-​LV2 F von der Vandenberg AFB das erste Exemplar einer neuen Generation militärischer meteorologischer Satelliten. Die einstufige Rakete beförderte ihre Nutzlast auf eine suborbitale Bahn, wo der zweistufige Antrieb der Nutzlast, bestehend aus je einem Star-​37XE und einem Star-​37 S-​ISS Triebwerk, zündete und den Satelliten AMS 1 auf eine sonnensynchrone Bahn in 800 km Höhe anhob. Die fünf AMS Satelliten (Advanced Meteorological Satellite weiterlesen..


11.09.1976

11.09.1976

Der zweite geostationäre Kommunikationssatellit des Typs Raduga (Erzeugnis 11F638) wurde am 11.09.1976 mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM 11S86 Beschleunigungsstufe von Baikonur gestartet. Der über dem Indischen Ozean bei 86° Ost positionierte Raduga 2 Satellit trug außerhalb der Sowjetunion auch den Namen Statsionar 1 (was aber eigentlich die Orbitalposition bezeichnete). Er verfügte über zwei jeweils 3-​kanalige Transponder. Einen für die nationale und internationale zivile Kommunikation und einen weiteren für eine ausschließlich militärische Nutzung. Trotz der bescheidenen weiterlesen..

15.09.1976

15.09.1976

Nach dem erfolgreichen sowjetisch-​amerikanischen ASTP Raumflug und dem Übergang zu Routineoperationen an Bord der Saljut Raumstationen bestand in der Sowjetunion kein Bedarf mehr an Solo-​Raumflügen mit Sojus Raumschiffen. Doch verfügte man noch über das Sojus 7 K-​TM Reserveraumschiff für den ASTP Flug. Für dieses wurde ab Herbst 1975 nach einer Verwendung gesucht. Schließlich projektierte man eine Wissenschaftsmission, bei der u.a. Teile der Ausrüstung für die nächste Raumstation, Saljut 6, erprobt werden sollten. Primäre Nutzlast sollte die in der damali weiterlesen..


15.09.1976

15.09.1976

Im Rahmen des GAMBIT G³ Programms des National Reconnaissance Office startete am 15.09.1976 von der Vandenberg AFB eine Titan-​24 B Agena-​D der USAF. Ihre Nutzlast bestand aus einem großen Fotoaufklärungssatelliten mit KeyHole KH-​8  Kamerasystem. Der Satellit blieb 51 Tage im Orbit und fertigte aus der Umlaufbahn extrem hochauflösende Aufnahmen im sichtbaren und infraroten Bereich des Spektrums an. Diese wurden mit zwei Kapseln zur Erde zurückgeführt, die gewöhnlich noch in der Luft („mid-​air“) von Spezialflugzeugen abgefangen wurden. Die zweite KH-​8  weiterlesen..

21.09.1976

21.09.1976

Topografischen, kartografischen und geodätischen Zwecken diente der militärische Erderkundungs– und Fotoaufklärungssatellit Kosmos 855, der am 21.09.1976 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Plesetsk gestartet wurde. Die 12-​tägige Mission des Zenit-​4 MT Satelliten (Erzeugnis 11F629 „Orion“) fand im Auftrag des Militärs statt, doch wurden die Daten später teilweise auch zivilen Stellen zugänglich gemacht. Die Zenit-​4 MT Baureihe zählte somit zu den Vorläufern des zivilen „Resurs“ Programms der 1980er und 1990er Jahre. weiterlesen..

22.09.1976

22.09.1976

Als Kosmos 856 gelangte am 22.09.1976 ein Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​2 M auf seine Bahn. Der Start erfolgte mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete vom Kosmodrom Baikonur. Die unter dem Codenamen „Gektor“ und der Erzeugnisnummer 11F690 geführten Zenit-​2 M Satelliten verfügten über ein Kamerasystem mit der Bezeichnung Ftor-​2R3 , das in der Lage war, Übersichtsaufnahmen geringer Auflösung anzufertigen. Typischerweise dauerte die Mission eines solchen Satelliten zwölf Tage. Der Flug von Kosmos 856 endete weiterlesen..

24.09.1976

24.09.1976

Mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete wurde am 24.09.1976 vom Kosmodrom Plesetsk ein Fotoaufklärungssatellit des Typs Zenit-​4 MK, Erzeugnis 11F692 (Codename „Germes“), gestartet. Die Satelliten dieser Baureihe waren begrenzt manövrierfähig, was nach dem Erreichen der Ausgangsbahn noch Korrekturen des Arbeitsorbits erlaubte. Ihr Kamerasystem lieferte hochauflösende Aufnahmen, die mit einer Kapsel am Ende der Mission zur Erde zurückgeführt wurden. Die Mission von Kosmos 857 dauerte dreizehn Tage, was im üblichen Rahmen lag, und schloß mit der Rückführung der Landesektio weiterlesen..

29.09.1976

29.09.1976

Mit einer leichten Trägerrakete des Typs Kosmos-​3M 11K65M startete am 29.09.1976 von Plesetsk der militärische Kommunikationssatellit Kosmos 858. Der Satellit war vom Typ Strela-​2 M und gehörte zu einem Netz von jeweils drei Satelliten auf 120° zueinander versetzten Bahnen, die den Kontakt zu sowjetischen KGB Agenten im Ausland aufrecht erhielten. Die Informationsübermittlung erfolgte bei diesem System während des Überflugs nach dem „store-​dump“ Prinzip. Da die Strela-​2 M keine sehr lange Lebensdauer hatten und zudem rasch aus der optima weiterlesen..

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