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Dienstag,

14.02.1984

Ein Forschungssatellit zu optischen Untersuchungen der Ionosphäre startete am 14.02.1984 mit einer Mu M-​3S Rakete vom Raumfahrtgelände Kagoshima. Das ISAS hatte den Satelliten „Ohzora“ (Exos-​C) gebaut, um die von seinem dritten wissenschaftlichen Satelliten „Taiyo“ entdeckte geomagnetische Anomalie über dem Südatlantik näher zu erforschen sowie allgemein die Polarlichtregionen. Stratosphäre und die mittlere Atmosphäre wurden auf optischem Wege untersucht, wobei besonders das ionosphärische Plasma über der Anomalie analysiert wurde. Die Instrumentierung des Satelliten umfaßte u.a. mehrere UV– und IR-​Spektrometer, Radiometer, Plasmasonden, einen Teilchen Analysator und einen Partikel Monitor. Die Mission war auch in das internationale Middle Atmosphere Program (MAP) eingebunden. Allerdings kam es nach dem Aussetzen des Satelliten zu einem Zwischenfall, der den weiteren Verlauf der Mission nachhaltig beeinflußte. Der Satellit kollidierte nämlich 5 s nach der Stufentrennung mit der letzten Raketenstufe, was zu einer Verschmutzung der Solarzellenflächen führte. Die verfügbare Energie war dadurch 20% geringer als geplant. Daher konnten die Instrumente nur unter strikter Beachtung des Energiebudgets aktiviert werden. Dennoch lieferte der Satellit bis 1988 wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse.