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1990 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 136 Einträge (von 8519), chronologisch sortiert.

01.01.1990

01.01.1990

Anfang der 1980er Jahre zeichnete sich für den damaligen Raumfahrtkonzern Martin Marietta (heute Lockheed Martin) eine drohende Auftragsflaute im Raketengeschäft ab. Die Pläne von Pentagon und NASA sahen vor, zukünftig alle Nutzlasten nur noch mit dem Space Shuttle zu befördern. Demgegenüber vertraute Martin Marietta auf das seit Jahrzehnten bewährte Konzept der Titan 3 Reihe und versuchte mögliche Weiterentwicklungen voranzutreiben. Vergeblich. Gleichzeitig entstand mit der europäischen Arianespace ein neuer Wettbewerber im Satellitenstartgeschäft. Martin Marietta erkannte seine Marktchanc weiterlesen..


08.01.1990

08.01.1990

Eine Serie von Außenbordaktivitäten begann für die beiden Mir Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 08.01.1990. Ziel der Manöver war u.a. die vollständige Integration des neuen „Kvant“ 2  Moduls in die Infrastruktur des Orbitalkomplexes. Mit einstündiger Verspätung verließen die Kosmonauten für 2:56 h die Raumstation durch einen der Kopplungsadapter am zentralen Mir Raumstationsmodul. Flugleitung und Kosmonauten hatten geraume Zeit gebraucht, die Ursache für den überraschenden Druckabfall in der angedockten Sojus zu finden, sobald sie die Dekom weiterlesen..


09.01.1990

09.01.1990

Nachdem sich die Bergung des Mikrogravitations-​Experimentalplattform LDEF (Long Duration Exposure Facility) bereits um mehr als drei Jahre verzögert hatte (Grund war die Explosion der „Challenger“ im Januar 1986), verringerte sich die Bahnhöhe des fast 10 Tonnen schweren Satelliten 1989 in einem Maße, das einen unkontrollierten Absturz denkbar werden ließ. Um die Experimente doch noch zu bergen, plante die NASA für 1989 eine Shuttle Mission ein, die die LDEF zur Erde zurückbringen sollte. Doch das 1989er Flugmanifest geriet immer weiter durcheinander und die Mission drohte, bis weit in das weiterlesen..


11.01.1990

11.01.1990

Ihre zweite EVA innerhalb von nur drei Tagen begannen die beiden Mir Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 11.01.1990. Während 2:54 h demontierten sie weitere Proben an der Außenhaut der Raumstation und installierten neue. So wurden das französische Echantillons Experiment geborgen und neue Kassetten mit Materialproben am Mir Basisblock installiert. Am „Kvant“ 1  Modul brachten die Kosmonauten das Arfa-​E Experiment zur Beobachtung der Ionosphäre und Magnetosphäre an. Schließlich entfernten sie auch noch die nicht mehr weiterlesen..


17.01.1990

17.01.1990

Einen Satelliten zur Geodäsie und Kartographie vom Typ Zenit-​8  Codename „Oblik“ (Erzeugnis 17F116) startete die Sowjetunion am 17.01.1990 als Kosmos 2055 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Plesetsk. Die Mission dieses Satelliten war vermutlich sowohl ziviler als auch militärischer Natur. Nach zwölf Tagen (laut anderen Quellen acht Tagen), was in jedem Fall etwas unter der üblichen Missionsdauer lag, endete der Flug mit der Bergung der Landekapsel.

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18.01.1990

18.01.1990

Der am 18.01.1990 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete von Plesetsk gestartete Satellit Kosmos 2056 gehörte zu einer speziellen Kategorie sowjetischer Kommunikationssatelliten. Ihr Arbeitsprinzip wird im englischen Sprachraum als „store-​dump“ bezeichnet. Als 1977 ein iranischer KGB Agent verhaftet werden konnte, der ein passendes kleines Empfangsgerät bei sich trug, wurde die Existenz eines solchen Systems öffentlich. Die Strela-​2 M (Erzeugnis 11F626 „Forpost“) Satelliten konnten offensichtlich mit hoher Bündelung Signale an Auslandsagenten des KGB abstrahlen und eben weiterlesen..


22.01.1990

22.01.1990

Erstmals startete am 22.01.1990 von Kourou eine Ariane 4 in der Konfiguration Ariane-​40, d.h. ohne zusätzliche Feststoffbooster. Sie beförderte den französischen Erderkundungssatelliten SPOT 2 auf eine sonnensynchrone Umlaufbahn, die exakt mit der seines noch aktiven Vorgängers SPOT 1 synchronisiert, d.h. um einen halben Orbit versetzt, wurde. Ursprünglich war der Start bereits für den 11.01.1990 geplant gewesen. Doch buchstäblich im letzten Augenblick (die Nutzlasten waren bereits an der Spitze der Rakete montiert), wurde eine Anomalie in einem der beiden Datenrecorder von SPOT 2 entdeckt. weiterlesen..


23.01.1990

23.01.1990

Eine Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML Bugsierstufe startete am 23.01.1990 von Plesetsk mit einem Kommunikationssatelliten des Typs Molnija-​3 . Nach Erreichen der typischen hochelliptischen Umlaufbahn erhielt der Satellit die Bezeichnung Molnija-​3 37  und wurde ins sowjetische Langstrecken-​Kommunikations Netzwerk aufgenommen.

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24.01.1990

24.01.1990

Japans erste Mission zum Mond startete am 24.01.1990 nach 24-​stündigem Aufschub aufgrund technischer Probleme. Am Vortag war der Countdown bei T-​18 s gestoppt worden, als ein Fehler am elektrischen System der Hydraulikpumpe eines Boosters registriert wurde. Die Mu M-​3SII der japanischen ISAS beförderte ihre Nutzlast zunächst auf eine Parkbahn um die Erde, dann beschleunigte nach zwei Umläufen die KM-​M Kickstufe auf Fluchtgeschwindigkeit und brachte „Hiten“ bzw. MUSES-​A auf eine komplizierte Bahn mit Mond swing– weiterlesen..


24.01.1990

24.01.1990

Eine Delta 6925 brachte am 24.01.1990 von Cape Canaveral mit Navstar BII-​06  einen weiteren GPS Block-​II Navigationssatelliten auf seine 20.000 km Kreisbahn. Der SVN 18 Satellit erhielt die Zweitbezeichnung USA 50. Auch 1990 schritt der Auf– und Ausbau der GPS Konstellation mit Satelliten der zweiten Generation damit rasch voran. Im Vorjahr waren die ersten fünf der modernisierten Satelliten gestartet worden. Der letzte erst sechs Wochen zuvor. Und bis Oktober 1990 waren tatsächlich alle neun GPS Block-​II Satell weiterlesen..


25.01.1990

25.01.1990

Mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete wurde am 25.01.1990 von Plesetsk ein Fotoaufklärungssatellit des Typs Jantar-​4K2  gestartet. Über diese Satelliten der vierten Generation, Codename „Kobalt“ (Erzeugnis 11F695), ist nicht sehr viel bekannt. Äußerlich ähnelten sie aber anderen Vertretern der Jantar Baureihe und verfügten somit neben einer rückführbaren Kamerasektion auch über zwei kleinere Landekapseln, die im Laufe der 8– bis 10-​wöchigen Aufklärungsmission mit Filmmaterial zur Erde zurückkehrten. Die Mission von Kosmos 2057 dauerte 53 Tage.

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26.01.1990

26.01.1990

Ihre dritte EVA innerhalb eines Monats unternahmen die Mir Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 26.01.1990. Der Ausstieg diente der Vorbereitung des geplanten Test der Freiflugeinheit SPK (von russ. Средство Передвижений Космонавтов), einem Analogon zur amerikanischen MMU (Manned Maneuvering Unit). Entsprechend trugen die Kosmonauten diesmal bereits die neuen für SPK modifizierten Orlan-​DMA Raumanzüge, die über ein autonomes Versorgungssystem verfügten und ohne „Nabelschnur“ zur Raumstation betrieben werden konnten. Neben Forschungsgeräten wu weiterlesen..


30.01.1990

30.01.1990

Der am 30.01.1990 mit einer Zyklon-​3 11K68 von Plesetsk gestartete Kosmos 2058 ergänzte das System von Zelina-​D Funk-​Aufklärungssatelliten, zählte aber zum modernisierten Zelina-​R Modell. Dieses kam allerdings nicht über die Erprobungsphase mit vier Exemplaren hinaus. Nach einem ersten Test 1986 war Kosmos 2058 das zweite Exemplar der Baureihe. Ausrüstung und Konfiguration dieser ELINT Satelliten sind bis heute nicht genau bekannt.

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01.02.1990

01.02.1990

Nachdem sie bei mehreren vorangegangenen EVAs entsprechende Vorbereitungen getroffen hatten, verließen die Mir Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 01.02.1990 die Raumstation zu einer Premiere. Während sich Viktorenko an der Ausstiegsluke aufhielt, testete Serebrow die Freiflugeinheit SPK, das Gegenstück zur amerikanischen MMU. Beide Kosmonauten trugen den neuen Orlan-​DMA (Orlan-​2) Raumanzug, dessen Ressourcen einen sicheren autonomen Außenbordaufenthalt von mindestens sechs Stunden gewährleisteten. Nach einer ausgi weiterlesen..


04.02.1990

04.02.1990

Einen geostationären Kommunikationssatelliten startete China am 04.02.1990 mit einer CZ-​3 Rakete vom Raumfahrtgelände Xichang. Der Satellit erreichte eine geostationäre Position über 98,5° Ost und erhielt die offizielle Bezeichnung STTW 4 (Shiyong Tongbu Tongxin Weixing) bzw. Zhongxing 3. Gelegentlich wurde er aber auch als STTW 2 A oder DFH-​2 A (Typenbezeichnungen) bezeichnet bzw. in der westlichen Literatur als ChinaSat 3. Mit acht Jahren erreichte der kleine spinstabilisierte Satellit eine ausgezeichnete in-​Orbit-​Lebensdauer. Erst im Juli 1998 driftete er aus sei weiterlesen..


05.02.1990

05.02.1990

Zu einer letzten EVA verließen die Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 05.02.1990 die Raumstation Mir. Nachdem Serebrow das Strahlungsmeßpaket Spin-​6000  montiert hatte, widmeten sich beide Kosmonauten wieder der Erprobung der Manövriereinheit SPK. Diesmal testete Kommandant Viktorenko das Gerät, wobei erstmals auf eine Sicherheitsleine verzichtet wurde. Die maximale Entfernung vom Orbitalkomplex erreichte 45 m. Schließlich dockte SPK wieder an den dafür vorgesehenen Verankerungspunkten außen an der Station an und beide Kosmonauten beendeten weiterlesen..


06.02.1990

06.02.1990

Mit einer Rakete des Typs Kosmos-​3M 11K65M startete am 06.02.1990 von Plesetsk ein militärischer Satellit zur Kalibrierung sowjetischer ABM Systeme. In der Folge konnten insgesamt zehn kleinere Objekte beobachtet werden, die von Kosmos 2059 ausgestoßen wurden. Das Missionsprofil von Kosmos 2059 ähnelte damit dem von Kosmos 2002. Beide Satelliten dienten auf einer hochelliptischen Umlaufbahn offensichtlich ähnlichen Aufgaben wie die seit vielen Jahren eingesetzten Satelliten der Taifun Serie, unterschieden sich aber erkennbar von diesen. Die genaue Zuordnung der beiden Satelliten blieb daher weiterlesen..


07.02.1990

07.02.1990

Einen Dreifachstart unternahm die japanische Raumfahrtorganisation NASDA am 07.02.1990 mit einer H-​I Rakete in zweistufiger Ausführung. Diese beförderte von Tanegashima neben dem maritimen Erdbeobachtungssatelliten „Momo“ 1 b (MOS 1 b) auch den Amateurfunksatelliten „Fuji“ 2 (JAS 1 b bzw. OSCAR 20) und die technologische Nutzlast „Orizuru“ (DEBUT) auf polare Umlaufbahnen. Der Marine Observation Satellite setzte dabei die Arbeit seines 1987 gestarteten Vorgängers fort, wobei der Satellit eigentlich der flugfähig gemachte Prototyp der Baureihe war. Wie sein Vorgänger verfügte „Momo“ 1 b über mehr weiterlesen..


11.02.1990

11.02.1990

Die Ablösung für die Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko auf der Raumstation Mir startete am 11.02.1990 um 06:16 UTC mit einer Sojus-​U2 11A511U2 Rakete vom Kosmodrom Baikonur. An Bord des Raumschiffs Sojus TM-​9  befanden sich Kommandant Anatoli Solowjow und Bordingenieur Alexander Balandin. Nach einem Routineanflug koppelte Sojus-​TM 9  am 13.02.1990 um 06:38 UTC an der der Mir an und wenig später wechselte die Besatzung in den Orbitalkomplex hinüber. Obwohl Rendezvous und Docking als Routineoperation erschienen waren, z weiterlesen..


14.02.1990

14.02.1990

Unter weitgehender Geheimhaltung startete die SDIO (Strategic Defense Initiative Organization) am 14.02.1990 von Cape Canaveral eine Delta 6920. Ihre Nutzlast bestand aus den Satelliten USA 51 und USA 52. Dabei verbarg sich unter USA 51 das sogenannte Low-​power Atmospheric Compensation Experiment, kurz LACE oder auch LOSAT-​L. USA 52 trug dagegen auch die Namen RME (Relay Mirror Experiment) bzw. LOSAT-​R. Der vom NRL entwickelte LACE Satellit diente dabei als Ziel für bodengestützte Laser. Ein Laserreflektor war dazu an einem 46 m langen A weiterlesen..


15.02.1990

15.02.1990

Eine Proton-​K 8K82 K mit Block DM-​2 11S861 Bugsierstufe startete am 15.02.1990 vom Kosmodrom Baikonur. Sie beförderte den Kommunikationssatelliten Raduga 25 auf eine Synchronbahn. Stationiert über 70° Ost diente er der Übermittlung von Fernsehprogrammen und Telefongesprächen aber auch der militärischen Kommunikation. Er stand bis zum März 1998 im Einsatz.

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19.02.1990

19.02.1990

Nach der Übergabe des Orbitalkomplexes Mir an ihre Nachfolger kehrten die Kosmonauten Alexander Serebrow und Alexander Viktorenko am 19.02.1990 zur Erde zurück. Sie benutzten dazu Sojus TM-​8, das Raumschiff mit dem sie auch im September 1989 zur Mir gestartet waren. Nach einem Flug von 3.990:58 h landeten sie bei winterlichen Bedingungen (-28 °C und Wind bis 29 kmh-​1 ) am 19.02.1990 um 04:36 UTC sicher im Zielgebiet, 55 km nordöstlich von Arkalyk. Die Freigabe der Landung war erst mit 24-​stündiger Verspätung erfolgt, weil die meteorologis weiterlesen..


21.02.1990

21.02.1990

Zwei Tage nach der Rückkehr von Sojus TM-​8 zur Erde koppelte auch Sojus TM-​9 von der Raumstation Mir ab. Allerdings stand natürlich nicht die Landung auf dem Programm. Vielmehr sollte das Raumschiff vom „Kvant“ Modul am Heck der Raumstation zum Mehrfachdockingadapter am Bug der Mir umgesetzt werden. Auch wenn das ein schon vielfach geflogenes Manöver war, bei dem das Sojus Raumschiff seine Position hielt, während die Raumstation auf Kommando vom Boden um 180° rotierte, fühlten alle Beteiligten diesmal jedoch die Anspannung. Denn bei der Sojus hatten sich mehrere Bahnen der Thermoisolierung weiterlesen..


22.02.1990

22.02.1990

Der fünfte Fehlstart einer Ariane Rakete ereignete sich am 22.02.1990 in Kourou. Nach einem reibungslosen Countdown hob die Ariane-​44 L zunächst problemlos vom Startkomplex ELA-​2  ab. Doch nach 6,2 s sank plötzlich der Brennkammerdruck in einem der vier Erststufentriebwerke von 58 auf 30 bar. Das automatische Lageregelungssystem versuchte den asymmetrischen Schub auszugleichen, indem die Triebwerke A und C um 1,2° geschwenkt wurden. Doch nach 90 s war trotz maximaler Auslenkung die Grenze erreicht, ab der die Lageveränder weiterlesen..


27.02.1990

27.02.1990

Eine Kosmos-​3M 11K65M Rakete startete am 27.02.1990 von Plesetsk mit einem Satelliten für das internationale satellitengestützte Rettungssystem KOSPAS-​SARSAT. Nadjeschda 2 bzw. KOSPAS 5 nahm eine Position innerhalb des sowjetischen Zikada Navigationssatellitensystems ein. Primäre Aufgabe war dann auch die Satellitennavigation, die Such– und Rettungsfunktion (engl. Search and Rescue — SAR) war nur sekundärer Natur, wenn auch sehr bedeutsam und vor allem erfolgreich. Zehntausende Menschen wurden bis heute dank dieser Satelliten gerettet.

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28.02.1990

28.02.1990

Nach einem Fehlstart im Sommer 1989 gelang am 28.02.1990 der Start des nächsten sowjetischen ozeanografischen Satelliten des Typs Okean-​O1 . Die Zyklon-​3 11K68 Trägerrakete brachte den X-​Band Radarsatelliten nach dem Start von Plesetsk auf eine Umlaufbahn im 600 km Höhenbereich. Auch als Okean 2 bezeichnet, diente er sowohl der wissenschaftlichen Erdbeobachtung als auch angewandter Forschung. So wurden die Eis– und Strömungsverhältnisse im Nordpolarmeer beobachtet, was für die Sowjetunion erhebliche wirtschaftliche Bedeutung hinsichtlich weiterlesen..


28.02.1990

28.02.1990

Nach insgesamt vier Startverschiebungen seit dem 22.02.1990 (Erkältung des Kommandanten und später weiterer Crew-​Mitglieder, Wetter) hob am 28.02.1990 um 07:50 UTC von LC-​39 A in Cape Canaveral die Raumfähre „Atlantis“ F-​6  zur Mission STS-​36R ab. Die Mission erfolgte exklusiv im Auftrag des Pentagon und so wurden nur wenige Details zum Verlauf der Mission bekanntgegeben. Fest steht, daß Kommandant John Creighton (US Navy), Pilot John Casper (USAF) sowie die drei Missionsspezialisten David Hilmers (USMC), Richard weiterlesen..


28.02.1990

28.02.1990

Zur Versorgung der Raumstation Mir startete am 28.02.1990 um 23:11 UTC eine Sojus-​U2 11A511U2 Rakete vom Kosmodrom Baikonur. Sie brachte das Raumschiff Progress-​M 3  auf eine Umlaufbahn, auf der sich dieses bis zum 03.03.1990 an den Orbitalkomplex annäherte. Das Docking erfolgte am 03.03.1990 um 01:05 UTC am „Kvant“ Nodul am Heck der Station. Die Ankunft des Transportraumschiffs fiel in eine Phase angespannter Arbeit auf der Mir. Einerseits belastete der Zustand ihres beschädigten Raumschiffs die Kosmonauten. Andererseits verzögerte sich die Ankunft des neuen „Kris weiterlesen..


14.03.1990

14.03.1990

Der zweite Start der Commercial Titan-​3 Rakete von Cape Canaveral endete am 14.03.1990 mit einem bestenfalls teilweisen Erfolg. Zwar brachte die Rakete ihre Nutzlast, den Kommunikationssatelliten Intelsat VI F-​3  bzw. Intelsat 603 planmäßig auf die geplante Parkbahn. Doch dann ließ sich die zweite Raketenstufe nicht abtrennen, was die Zündung der Kickstufe verhinderte. Damit war der Satellit eigentlich verloren. Eine Auswertung aller vorhandenen Daten zeigte jedoch, daß eigentlich nur ein Verkabelungsfehler Ursache des Problems sein konnte. Die weiterlesen..


14.03.1990

14.03.1990

Unter der Bezeichnung Kosmos 2060 startete die Sowjetunion am 14.03.1990 von Baikonur einen maritimen Überwachungssatelliten des Typs US-​PM. Die Zyklon-​2 11K69 Rakete brachte den großen Satelliten zunächst auf eine exzentrische Transferbahn, bevor sein eigenes leistungsfähiges Antriebssystem die Bahn in gut 400 km Höhe zirkularisierte. Hier begann Kosmos 2060 mit seiner Aufklärungsmission, die im Aufspüren von „gegenerischen“ Schiffen und Schiffsverbänden bestand. Eine gewaltige X-​förmige Antenne fing die Funksignale der Schiffe auf und leitete sie, teils über Mol weiterlesen..


20.03.1990

20.03.1990

Kosmos 2061, ein sowjetischer Navigationssatellit des Typs „Parus“, startete am 20.03.1990 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Die Daten dieses Systems wurden in der Sowjetunion primär militärisch, teilweise aber wohl auch zivil, genutzt. Eine sekundäre Aufgabe der Zyklon-​B Konstellation war aber auch die Informationsübertragung von und zu Marineeinheiten.

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22.03.1990

22.03.1990

Geodätische und kartographische Aufgaben hatte ein Satellit des Typs Zenit-​8  (Codename „Oblik“), den die Sowjetunion am 22.03.1990 unter der Bezeichnung Kosmos 2062 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Plesetsk startete. Nutzer der Daten dieser Satelliten waren vermutlich sowohl zivile als auch militärische Stellen. Nach 14 Tagen endete der Flug von Kosmos 2062 mit der Bergung der Landekapsel.

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26.03.1990

26.03.1990

Unter der Bezeichnung USA 54 startete am 26.03.1990 von Cape Canaveral ein weiterer GPS Block-​II Navigationssatellit aus dem Navstar Programm. Ursprünglich war der Start bereits für den 21.03.1990 geplant gewesen, hatte aber wegen zu starker Höhenwinde verschoben werden müssen. Die Delta 6925 Rakete brachte Navstar BII-​07  (SVN 20) nach dem Start ohne Probleme auf die vorgesehene 20.000 km Kreisbahn. Als einer von wenigen GPS Satelliten erreichte dieses Exemplar nicht die projektierte Lebensdauer. Während andere Exemplare der weiterlesen..


27.03.1990

27.03.1990

Einen Raketenfrühwarnsatelliten der „Oko“ Klasse startete die Sowjetunion am 27.03.1990 mit einer Molnija-​M 8K78M mit Block-​2BL Bugsierstufe vom Kosmosdrom Plesetsk. Auf seiner typischen exzentrischen Bahn war Kosmos 2063 Bestandteil eines Netzes von Frühwarnsatelliten, das die Sowjetunion mit Informationen über Raketenstarts beispielsweise der USA, aber auch in der Krisenregion Iran/Irak versorgte. Bis zum Juni 1995 operierte Kosmos 2063 auf Position 2 der Konstellation.

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03.04.1990

03.04.1990

Erfolgreich verlief der zweite Start der israelischen Trägerrakete Shavit am 03.04.1990. Sie beförderte von der Militärbasis Palmachim aus den Experimentalsatelliten Ofeq 2 auf eine niedrige Umlaufbahn. Der Start erfolgte dabei in Richtung Mittelmeer, um Befürchtungen in den arabischen Nachbarländern vorzubeugen, Israel habe eine Nuklearrakete gestartet. Aus der Startrichtung ergab sich jedoch eine deutlich retrograde Umlaufbahn und einen hohen Energiebedarf. Der Satellit diente nach offiziellen Angaben Kommunikationsexperimenten. Presseberichte sprachen jedoch auch von einer Funktion im Be weiterlesen..


03.04.1990

03.04.1990

Die Sowjetunion unternahm am 03.04.1990 von Plesetsk einen Startversuch mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete. Sie sollte einen Fotoaufklärungssatelliten des Typs Jantar-​4K2  (Erzeugnis 11F695 „Kobalt“) auf seine Bahn bringen. Doch nach 358 s Flug erkannte das Kontrollsystem der dritten Raketenstufe eine nicht korrigierbare Abweichung und löste die Havarieabschaltung der Triebwerke aus. Ein Fertigungsmangel in einem Referenzkreisel hatte die Rakete auf die falsche Bahn gelenkt.

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05.04.1990

05.04.1990

Ende der 1980er Jahre griff das US Unternehmen Orbital Science Corporation eine Idee wieder auf, die bereits in der Frühzeit der Raumfahrt, allerdings erfolglos, verfolgt worden war: den Start eines Satelliten mittels einer flugzeuggestützten Rakete. OSC entwickelte hierzu die Pegasus Rakete, die unter der Tragfläche einer NASA B-​52  auf etwa 12.000 m befördert und ausgeklinkt wurde, um nach 5 s freiem Fall das erste von drei Feststofftriebwerken zu zünden. Nach einer langen Reihe von Startverschiebungen und zahlreichen Trainingsflügen startete die weiterlesen..


06.04.1990

06.04.1990

Die Kosmos Satelliten Kosmos 2064, Kosmos 2065, Kosmos 2066, Kosmos 2067, Kosmos 2068, Kosmos 2069, Kosmos 2070 und Kosmos 2071 erreichten am 06.04.1990 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete von Plesetsk ihre Umlaufbahnen. Alle acht (Block 55 L) Satelliten waren vom Typ Strela-​1 M und dienten der militärischen Kommunikation. Das gesamte „Strela“ System wurde wohl von der Auslandsabteilung des sowjetischen Geheimdiensts KGB betrieben, die darüber den Kontakt zu ihren Spionen aber auch Botschaften im Ausland hielt.

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07.04.1990

07.04.1990

Der erste rein kommerzielle Start einer chinesischen Trägerrakete erfolgte am 07.04.1990 von Xichang. Eine CZ-​3 Rakete beförderte im Auftrag der in Hongkong (damals noch britische Kronkolonie) ansässigen Asia Satellite Telecommunications Co. einen Satelliten des Typs Hughes HS-​376  auf eine geostationäre Bahn. Die Gesellschaft hatte den Satelliten „gebraucht“ erworben. Denn der spätere Asiasat 1 war 1984 unter dem Namen Westar 6 bereits im All gewesen. Wegen technischer Probleme strandete der Satellit jedoch auf einer niedrigen Umlaufbahn. Neun Monate später wurde weiterlesen..


11.04.1990

11.04.1990

Eine Atlas-​E mit aufgesetzter Altair-​3 A Feststoffoberstufe brachte am 11.04.1990 von der Vandenberg AFB drei kleine militärische Nutzlasten auf ihre polaren Umlaufbahnen. Die unbenannten Satelliten (vermutlich USA 56, USA 57 und USA 58) trugen die Experimente POGS & SSR, TEX und SCE. Außerdem gelangte noch ein Experiment mit dem Namen PDD auf eine Umlaufbahn, wurde aber wohl planmäßig nicht von der Altair-​Stufe abgetrennt. Das PDD war mit dem Ziel entwickelt worden, zwei Nutzlasten synchron ausstoßen zu können. Die Abkürzung stand fü weiterlesen..


11.04.1990

11.04.1990

Mikrogravitationsexperimenten diente der am 11.04.1990 mit einer Sojus-​U 11A511U von Plesetsk gestartete Satellit Foton 3 (nach anderen Quellen aufgrund seiner Seriennummer auch als Foton 6 bezeichnet). An Bord befanden sich sowjetische und französische materialwissenschaftliche Experimente, so die Anlage CROCODILE (Croissance de Cristaux Organiques par Diffusion Liquide dans l’Espace) der französischen Raumfahrtagentur CNES, die auf kommerzieller Basis befördert wurde. Mit ihr wurden Versuche zur Züchtung organischer Kristalle unternommen. Nach knapp sechzehn Tagen landeten die Experimente weiterlesen..


13.04.1990

13.04.1990

Einen hochmodernen Fotoaufklärungssatelliten der fünften Generation startete die Sowjetunion am 13.04.1990 unter dem Namen Kosmos 2072 vom Kosmodrom Baikonur. Die Sojus-​U 11A511U Rakete brachte den Satelliten (Erzeugnis 17F117 — Codename „Neman“) auf eine Umlaufbahn im 250 km Höhenbereich. Während der durchschnittlichen aktiven Lebensdauer von sechs bis acht (später auch zwölf) Monaten führten derartige Satelliten regelmäßig zwei– bis dreimal im Monat Bahnmanöver durch. Die Satelliten verfügten über keine konventionelle Kameraausrüstung, stattdessen wurden die Aufnahmen mit opto-​elektronisc weiterlesen..


13.04.1990

13.04.1990

Wenige Tage nach dem ehemaligen Westar VI, der als AsiaSat 1 ein zweites Mal gestartet worden war, erreichte mit Palapa-​B2R der zweite jener Satelliten seine Bahn, die 1984 vom Versagen ihrer Kickstufen betroffen waren. Im Februar 1984 war der Satellit als Palapa-​B2  bei der Mission „Challenger“ F-​5  ausgesetzt und im November 1984 bei der Mission „Discovery“ F-​1  zur Erde zurückgeholt worden. Von der Versicherungssumme hatte der Satelliteneigner PT Telkom (Perumtel) einen Ersatzsatelliten weiterlesen..


17.04.1990

17.04.1990

Im Auftrag des Militärs startete am 17.04.1990 von Plesetsk eine Sojus-​U 11A511U Rakete mit dem Satelliten Kosmos 2073. Dieser Satellit vom Typ Zenit-​8  (Codename „Oblik“, Erzeugnis 17F116) lieferte u.a. geodätische und kartografische Informationen und ähnelte sehr stark dem zivilen Modell Resurs-​T. Nach elf Tagen, einer vergleichsweise kurzen Mission, kehrte die Kamerasektion von Kosmos 2073 mit dem Filmmaterial und den Sensordaten zur Erde zurück.

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20.04.1990

20.04.1990

Im Rahmen der fortlaufenden Erneuerung des sowjetischen Zyklon-​B Navigationssatellitensystems startete die Sowjetunion am 20.04.1990 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete von Plesetsk den Satelliten Kosmos 2074. Wenig später nahm der Parus (Erzeugnis 11F627) Satellit seine Arbeit auf Ebene 2 des Systems auf. Er lieferte sowjetischen Marineeinheiten sowohl Navigationsinformationen nach dem Doppler-​Verfahren als auch eine store-​dump Kommunikationsmöglichkeit.

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24.04.1990

24.04.1990

Eine der wichtigsten Missionen des US Space Shuttle Programms war von Anbeginn an der Transport des Weltraumteleskops HST („Hubble“). Die Entwicklung dieses großen erdumkreisenden Teleskops war im Oktober 1977 endgültig beschlossen worden und man plante den Start damals für den Herbst 1983. Technische Probleme, Budgetkürzungen und Umstellungen innerhalb des Programms verzögerten den Start immer wieder. Schließlich stand aber die Mission STS-​61 J für den Oktober 1986 fest, als im Januar desselben Jahres die Explosion der Raumfähre „Challenger“ alle Planungen zunicht weiterlesen..


25.04.1990

25.04.1990

Einen Satelliten zur Kalibrierung ihrer Weltraumüberwachungsradars startete die Sowjetunion am 25.04.1990 mit einer Kosmos-​3M 11K65M Rakete vom Kosmodrom Plesetsk. Kosmos 2075 war vom Typ Taifun-​2 A. Diese Satelliten stießen in der Umlaufbahn eine Vielzahl kleiner Subsatelliten aus, deren Aufgabe es war, den Operatoren sowjetischer Radarstationen anfliegende Mehrfachsprengköpfe von Atomraketen zu simulieren. Im Fall von Kosmos 2075 beobachtete das US Raketenfrühwarnsystem NORAD den Ausstoß von 13 „Romb“ Subsatelliten. Typisch für dieses Modell waren eigentlich 24 Su weiterlesen..


26.04.1990

26.04.1990

Molnija-​1 77, ein Kommunikationssatellit der speziell für die militärische Datenübertragung optimierten Molnija-​1 T Baureihe, wurde am 26.04.1990 mit einer Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML Bugsierstufe vom Kosmodrom Plesetsk gestartet. Wie die ursprünglichen Molnija-​1  Modelle operierten auch die Molnija-​1 T auf den typischen hochelliptischen Bahnen mit zwölf Stunden Umlaufzeit, verfügten aber über Wanderfeldröhren mit höherer Standzeit und wohl auch Sendeleistung. Die Bandbreite der Anwendu weiterlesen..


28.04.1990

28.04.1990

Einen Frühwarnsatelliten des Typs „Oko“ startete die Sowjetunion am 28.04.1990 unter der Bezeichnung Kosmos 2076 vom nordrussischen Plesetsk. Eine vierstufige Molnija-​M 8K78M mit Block-​2BL brachte ihn auf die geplante semisynchrone Umlaufbahn, wobei Kosmos 2076 eine Position in Bahnebene 1 des Systems einnahm. Mindestens bis Ende Oktober 1992 stand er dort im Einsatz.

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05.05.1990

05.05.1990

Das letzte Progress Transportraumschiff in der ursprünglichen Konfiguration (Erzeugnis 11F615A15, Typ 7 K-​TG) startete am 05.05.1990 um 20:44 UTC vom Kosmodrom Baikonur. Progress 42 brachte Versorgungsgüter zur Raumstation Mir. Darunter waren dringend erwartete Ersatzteile und Werkzeuge für die erforderliche Reparatur der gelockerten Außenisolierung am Zubringerraumschiff Sojus-​TM 9. Die Ankopplung von Progress am Heck des Raumstationsmoduls „Kvant“ erfolgte am 07.05.1990 um 22:45 UTC. In den folgenden Tagen wurde Progress 42 von den Kosmonauten Anatoli Solowjow un weiterlesen..


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