Address: Phone: Mobile: Email: Diese E-​Mail-​Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. : Open Hours

1990 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 136 Einträge (von 8554), chronologisch sortiert.

27.09.1990

27.09.1990

Das unbemannte Transportraumschiff Progress M-​5  wurde am 27.09.1990 um 10:38 UTC mit einer Sojus-​U2 11A511U2 von Baikonur zur Raumstation Mir gestartet. Zwei Tage später, am 29.09.1990 um 12:27 UTC erfolgte das Docking an der Station. In den nächsten Tagen entluden die Kosmonauten Gennadi Manakow und Gennadi Strekalow den Transporter. Schließlich wurden Müll und nicht mehr funktionstüchtige Gerätschaften an Bord von Progress M-​5  verstaut, bevor der Transporter am 28.11.1990 um 06:15 UTC wieder abgekoppelt wurde. Erstmals sollte das Raums weiterlesen..


28.09.1990

28.09.1990

Der meteorologische Satellite Meteor-​2 20  wurde am 28.09.1990 mit einer Zyklon-​3 11K68 Rakete vom Kosmodrom Plesetsk gestartet. Planmäßig erreichte der All-​Wetter-​Satellit seine 900 km Kreisbahn. Zur typ­is­chen Aus­rüs­tung der Meteor-​2  Satel­liten zählten u.a. der opto-​mechanische Scan­ner MSU-​M, der MSU-​S Scan­ner, das IR-​Radiometer Frag­ment und weiter Scan­ner und Radiome­ter. Bild­daten wur­den nach dem APT (Auto­matic Pic­ture Trans­mis­sion) Stan­dard über­tra­gen und kon­nt weiterlesen..


01.10.1990

01.10.1990

Das zweite Exemplar des neuen sowjetischen Fotoaufklärungssatelliten Orlets-​1  (Erzeugnis 17F12, Codename „Don“) wurde am 01.10.1990 mit einer Sojus-​U2 11A511U2 von Baikonur gestartet. Kosmos 2101 erreichte eine Umlaufbahn mit einem erdnächsten Punkt von etwa 160 km, wobei mehrfach Bahnmanöver beobachtet wurden. Das ermöglichte diesem Satelliten der sogenannten sechsten Generation die Gewinnung sehr hochauflösender Panoramaaufnahmen. Konstruktive Details zu diesem Satellitentyp, der auch als Jantar-​6 K oder Jantar-​FR6 weiterlesen..


01.10.1990

01.10.1990

Kontinuierlich setzten die USA 1990 den Ausbau ihres Navigationssatellitennetzes fort. Zwei Monate nach dem Start des achten GPS Block-​II Satelliten folgte am 01.10.1990 ein weiterer Navstar. Unter der Bezeichnung USA 64 bzw. Navstar BII-​09  gelangte der Satellit mit einer Delta 6925 von Cape Canaveral auf seine 20.000 km Kreisbahn. Mit SVN 15 erreichte bereits der letzte der ursprünglichen Block-​II Satelliten seine Bahn. Er gehörte zu den zwei letzten GPS Exemplaren, deren Start noch bis zum Frühjahr 1989 auf d weiterlesen..


04.10.1990

04.10.1990

Ein folgenschwerer Fehlstart ereignete sich am 04.10.1990 auf dem sowjetischen Kosmodrom Baikonur beim Start einer Zenit-​2 11K77 Rakete (dem ersten Exemplar aus der Serienfertigung) mit einem Funkaufklärungssatelliten (ELINT) des Typs Zelina-​2 . Nur 2,44 s nach dem Abheben brach eine Rohrleitung in einer der vier Brennkammern des RD-​171 Erststufentriebwerks und der Schub fiel schlagartig ab. Aus einer Höhe von etwa elf Metern stürzte die Rakete zurück und in den Flammenschacht, wo sie explodierte. Von der gewaltigen Druckwelle wurde der 660 Tonnen schwere Start weiterlesen..


05.10.1990

05.10.1990

Hauptsächlich biologischen Forschungen diente der Flug des chinesischen Rückkehrsatelliten FSW-​1 3 . Am 05.10.1990 startete dieser mit einer Trägerrakete des Typs CZ-​2 C vom Startgelände Jiuquan. Nach einem 8-​tägigen Flug wurde die Landekapsel des Satelliten abgetrennt und kehrte mit den biologischen Proben, darunter diversen Pflanzen und Tieren, zur Erde zurück. Auch Gallium-​Arsenid Kristalle waren während des Fluges wieder gezüchtet worden. Der Bus des Satelliten verglühte dagegen am 23.10.1990.

weiterlesen..

06.10.1990

06.10.1990

Mit mehrjähriger Verspätung begann im Oktober 1990 endlich eine der großen Raumsonden-​Missionen, zu deren Start das Space Shuttle ursprünglich maßgeblich mit konstruiert worden war. Bereits 1974 hatte die damalige europäische Raumfahrtorganisation ESRO zusammen mit der amerikanischen NASA Studien zu einer „Out-​of-​Ecliptic-​Mission“ an der Sonne angestellt. Zwei Raumsonden, jeweils eine amerikanische und eine europäische, sollten zeitgleich den Nord– und Südpol der Sonne überfliegen und koordinierte Untersuchungen vornehmen. Der Beginn der Mission, die 1979 in International Solar Polar Missio weiterlesen..


12.10.1990

12.10.1990

Mit zwei von der Hughes Space and Communications Co. gebauten Kommunikationssatelliten an Bord hob am 12.10.1990 eine Ariane-​44 L von Kourou in Französisch Guyana ab. Beide Satelliten waren von einem anderen Unternehmen des Hughes Konzerns, der Hughes Communications Inc., in Auftrag gegeben worden. Bei Galaxy 6 (auch Westar 6 S) handelte es sich um einen spin-​stabilisierten HS-​376  Satelliten, genaugenommen um das modifizierte Backup Exemplar von Westar 6. Er operierte nach dem geglückten Start zunächst von einer Position über 91° West, später auch 99° West, 103° Wes weiterlesen..


16.10.1990

16.10.1990

Der Gewinnung hochauflösender fotografischer Aufnahmen diente der am 16.10.1990 mit einer Sojus-​U 11A511U von Plesetsk gestartete Fotoaufklärungssatellit Kosmos 2102. Der Satellit gehörte zur Jantar-​4K2  „Kobalt“ Baureihe (Erzeugnis 11F695). Charakteristisch für diesen Typ war die Rückführung eines Teils der Aufnahmen während der laufenden Mission in zwei kleinen Landekapseln SpK. Der Rest folgte am Ende der Mission nach 57 Tagen mit dem großen OSA Modul, in dem auch die gesamte Kameraausrüstung installiert war.

weiterlesen..

29.10.1990

29.10.1990

Nach ausgiebigen Simulationen am Boden sollten die Kosmonauten Gennadi Manakow und Gennadi Strekalow den Versuch unternehmen, die bei einer früheren EVA beschädigte Ausstiegsluke am „Kvant“ 2  Modul der Raumstation Mir zu reparieren. Wegen einer Erkältung von Strekalow war das Manöver bereits um zehn Tage verschoben worden. Doch am 29.10.1990 verließen die beiden Kosmonauten schließlich die Raumstation. Mit Spezialwerkzeugen entfernten sie die Isolierung an der Ausstiegsluke, mußten jedoch feststellen, daß der Schaden nicht am Schließmechanismus selbst eingetreten weiterlesen..


30.10.1990

30.10.1990

Mit Inmarsat 2 F1 gelangte am 30.10.1990 der erste Satellit aus der zweiten Generation dieser Kommunikationssatelliten für die internationale Seefahrt auf eine Umlaufbahn. Die 200. Delta Rakete, in diesem Fall eine Delta 6925, brachte den unter Leitung von British Aerospace auf Basis der neuen Eurostar-​1000  Plattform gebauten Satelliten von Cape Canaveral auf eine Transferbahn. Später erreichte er seine geostationäre Position über zunächst 63° Ost, dann 64,5° Ost. Am 08.12.1990 ging der Satellit offiziell für Region Indischer Ozean in Dienst. Seine zwei Transponde weiterlesen..


03.11.1990

03.11.1990

Eine Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Oberstufe startete am 03.11.1990 mit dem Kommunikationssatelliten Gorisont 21 vom Kosmodrom Baikonur. Die Block-​DM Bugsierstufe beförderte ihn auf eine geostationäre Bahn, wo er über 90° Ost stationiert wurde. Der Satellit diente der nationalen und internationalen Kommunikation, insbesondere der Übertragung von Fernsehprogrammen und der Übermittlung von Telefoniegesprächen.

weiterlesen..

13.11.1990

13.11.1990

Das Raketenfrühwarnsystem der USA verstärkte der am 13.11.1990 von Cape Canaveral gestartete Satellit USA 65. DSP 15 bzw. DSP F-​15  gehört zur jüngsten Baureihe dieser IR-​Frühwarnsatelliten. Die eingesetzte Titan-​402 A IUS Raketenkombination brachte den Satelliten zunächst auf eine geostationäre Transferbahn. Kurze Zeit darauf erreichte er seine geostationäre Position, wo er anfangs etwa über 105° Ost positioniert wurde. Exakte Bahndaten unterlagen der Geheimhaltung.

weiterlesen..

14.11.1990

14.11.1990

Einen passiven maritimen Überwachungssatelliten der Baureihe US-​PM startete die Sowjetunion am 14.11.1990 mit einer Zyklon-​2 11K69 von Baikonur. Die Rakete brachte den großen Satelliten zunächst auf eine exzentrische Transferbahn, bevor sein eigenes leistungsfähiges Antriebssystem die Bahn in gut 400 km Höhe zirkularisierte. Eine gewaltige X-​förmige Antenne fing in der Umlaufbahn die Funksignale fremder Schiffe und Schiffsverbände auf und leitete sie zur Analyse an entsprechende Bodenstationen weiter. Die Daten zu Position und Typ der Schiffe wurden wiederum an An weiterlesen..


15.11.1990

15.11.1990

Nachdem im Frühjahr 1990 eine ganze Serie technischer Probleme, insbesondere mit undichten Wasserstoff-​Ventilen, nach und nach die gesamte Shuttle Flotte der NASA lahmgelegt hatte, stand im November 1990 die Raumfähre „Atlantis“ zur zweiten Mission nach der Wiederaufnahme der Flüge bereit. Das Unternehmen war eine rein militärische Mission, deren wichtigster Punkt im Aussetzen einer klassifizierten Nutzlast bestand. Angesichts der Brisanz dieser Aufgabe verlauteten wenige Details zum Verlauf des Unternehmens. Die Mission STS-​38  „Atlantis“ F-​7 weiterlesen..


16.11.1990

16.11.1990

In militärischem Auftrag startete am 16.11.1990 von Plesetsk eine Sojus-​U 11A511U Rakete mit dem Satelliten Kosmos 2104. Der Satellit war vom Typ Zenit-​8  (Codename „Oblik“, Erzeugnis 17F116) und lieferte geodätische und kartografische Informationen, womit er in Ausrüstung und Aufgabenstellung stark dem zivilen Modell Resurs-​T ähnelte, das allerdings im Gegensatz zu den Zenit-​8  keine weitere Verbreitung fand. Nach 18 Tagen kehrte die Kamerasektion von Kosmos 2104 mit dem Filmmaterial und den Sensordaten zur Erde weiterlesen..


20.11.1990

20.11.1990

Mit einer vierstufigen Molnija-​M 8K78M mit Block-​2BL Beschleunigungsstufe wurde am 20.11.1990 der IR-​Frühwarnsatellit Kosmos 2105 von Plesetsk aus auf eine hochelliptische Umlaufbahn befördert. Hier diente der „Oko“ Satellit mit seinen Sensoren der Frühwarnung vor einem eventuellen amerikanischen Raketenangriff. Im Februar 1992 verließ der Satellit seine Position auf Bahnebene 3 der Konstellation. Bis zum April 1993 wurden allerdings noch Bahnmanöver beobachtet, stand Kosmos 2105 also noch unter Kontrolle.

weiterlesen..

20.11.1990

20.11.1990

Eine Ariane-​4 in der erstmals eingesetzten leichten Variante Ariane-​42P (mit zwei Feststoff-​Boostern) beförderte am 20.11.1990 von Kourou in Französisch Guyana die beiden amerikanischen Kommunikationssatelliten Satcom-​C1  und GStar 4 auf ihre Bahnen. Beide Satelliten stammten aus der AS-​3000  Baureihe von GE Astro Space (später Lockheed Martin). Satcom-​C1  startete für das gleichfalls zum General Electric Konzern gehörende Unternehmen GE American Communications Inc. (GE Americom), den seinerzeit drittgrößten Satellit weiterlesen..


23.11.1990

23.11.1990

Eine Molnija-​M 8K78M mit Block-​ML Bugsierstufe brachte am 23.11.1990 vom Kosmodrom Plesetsk aus den Kommunikationssatelliten Molnija-​1 79  auf seine elliptische Zielbahn. Der Satellit vom Typ Molnija-​1 T arbeitete für das sowjetische Kommunikationsnetzwerk „Orbita“ (wohl mehr noch für das militärische Gegenstück „Korund“), die Rundfunk– und Fernsehprogramme innerhalb des Landes übertrugen ebenso wie Telefongespräche und militärische Daten.

weiterlesen..

23.11.1990

23.11.1990

Im Zeichen des politischen Wandels in der ehemaligen Sowjetunion stand auch der Start des Kommunikationssatelliten Gorisont 22. Der am 23.11.1990 mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Bugsierstufe von Baikonur gestartete Satellit, der über 40° Ost stationiert wurde, war der erste, der (juristisch gesehen) für die neugegründete Russische Föderation in den Orbit befördert wurde. Außerdem wurde er als erster sowjetisch-​russischer Satellit vor dem Start versichert.

weiterlesen..

26.11.1990

26.11.1990

Die USA hielten im Herbst 1990 weiter die hohe Startfrequenz durch, mit der sie die Komplettierung ihres GPS Navigationssatellitennetzes forcierten. Knapp zwei Monate nach dem Start des letzten GPS Block-​II Satelliten folgte am 26.11.1990 ein weiterer Navstar. Unter der Bezeichnung USA 66 bzw. Navstar BIIA-​10  oder auch SVN 23 gelangte von Cape Canaveral der erste Satellit aus dem weiter verbesserten Block-​IIA Baulos auf seine Umlaufbahn. Bedeutsam bei diesen Satelliten war vor allem die Verlängerung der Autonom weiterlesen..


28.11.1990

28.11.1990

Das sowjetische Frachtraumschiff Progress M-​5 machte sich nach zwei Monaten im All am 28.11.1990 auf den Rückweg zur Erde. Als die Progress um 06:15 UTC von der Mir abkoppelte, war das raumschiff aber erstmals nicht nur mit zur Entsorgung bestimmten Abfällen beladen. Anstelle der Durchstiegsluke zum Frachtraum war von den Kosmonauten zuvor erstmals eine ballistische Wiedereintrittskapsel „Raduga“ eingesetzt worden. Diese hatte die Kapazität, etwa 150 kg Nutzlast zur Erde zurückzubringen. Das war mehr, als eine Sojus — selbst bei nur zweiköpfiger Besatzung — an Bord nehmen konnte. Beim erste weiterlesen..


28.11.1990

28.11.1990

Eine Zyklon-​3 11K68 Rakete brachte am 28.11.1990 von Plesetsk den Satelliten Kosmos 2106 auf seine Bahn. Über seine Funktion gab es zunächst verschiedene Annahmen. Gelegentlich wurde er als Funkaufklärer angesehen, der auf einer falschen Umlaufbahn strandete. Da jedoch bald nach seinem Start 27 Objekte mit ähnlicher Umlaufbahn in seiner Nähe beobachtet wurden, handelte es sich eindeutig um einen Radarkalibrierungssatelliten. Heute weiß man, daß Kosmos 2106 tatsächlich den dritten (und letzten) Prototypen des modernisierten Radarkalibrierungssatelliten „Kolzo“ repräsentierte. Einer Entwicklu weiterlesen..


01.12.1990

01.12.1990

Der Start eines militärischen meteorologischen Satelliten aus der DMSP Block 5D-​2  Baureihe gelang am 01.12.1990 nur teilweise. Die Atlas-​E mit Star-​37 S-​ISS Kickstufe brachte USA 68 bzw. DMSP 5D-​2 S-​10  von der Vandenberg AFB aus zwar auf eine Umlaufbahn, doch dann hatte die Star-​37 S Kickstufe vorzeitig Brennschluß. Der Satellit verfehlte deutlich die vorgesehene sonnensynchrone Bahn. Dennoch soll er einen Großteil der vorgesehenen Aufgaben erfüllt haben.Eine gründliche Analyse der Telemetrieinformationen und die Er weiterlesen..

02.12.1990

02.12.1990

Zu einer wissenschaftlichen Forschungsmission startete am 02.12.1990 um 06:49 UTC von LC-​39 B in Cape Canaveral das Space Shuttle „Columbia“ F-​10. Flug STS-​35  transportierte in der Nutzlastbucht das astrophysikalische Observatorium ASTRO-​1, eine Nutzlast, deren Entwicklung bereits 1978 von der NASA aufgenommen worden war. Damals ging man davon aus, mit dem Shuttle auch die ideale Plattform für derartige Forschungsmissionen gefunden zu haben. Also entstand ein Palettensystem auf Grundla weiterlesen..


02.12.1990

02.12.1990

In der sowjetischen Öffentlichkeit sehr umstritten war die Mission Sojus-​TM 11 , die am 02.12.1990 um 08:14 UTC mit einer Sojus-​U2 11A511U2 Rakete von Baikonur startete. An Bord befand sich nämlich neben den beiden sowjetischen Kosmonauten Viktor Afanasjew und Mussa Manarow auch der japanische TV-​Journalist Toyohiro Akiyama. Der Flug ging auf eine Vereinbarung zurück, die am 27.03.1989 zwischen der sowjetischen Glawkosmos und der japanischen Fernsehstation Tokyo Broadcasting System (TBS) unterzeichnet worden war. Der Sender wollte zu seinem 40-​jährigen Bestehen im weiterlesen..


04.12.1990

04.12.1990

In einem wahren Kraftakt versuchte die Sowjetunion 1990 ihr Netzwerk passiver maritimer Aufklärungssatelliten auf sechs operative Exemplare auszubauen. Und so startete am 04.12.1990 von Baikonur eine Zyklon-​2 11K69 Rakete mit Kosmos 2107, dem vierten US-​PM Satelliten innerhalb eines Jahres. Offensichtlich versuchte man den Stop des US-​A Programms (aktive Radaraufklärer mit Kernreaktoren als Energiequelle) zu kompensieren. Letztlich brach aber wenig später auch das US-​P Programm zusammen, als die Finanzierung in weiterlesen..


04.12.1990

04.12.1990

Mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete startete am 04.12.1990 von Plesetsk ein Fotoaufklärungssatellit des Typs Jantar-​4K2. Über diese Satelliten der vierten Generation, Codename „Kobalt“ (Erzeugnis 11F695), ist nicht sehr viel bekannt. Sie ähnelten aber anderen Vertretern der Jantar Baureihe und verfügen somit neben einer rückführbaren Kamerasektion auch über zwei kleinere Landekapseln, die im Laufe der 8– bis 10-​wöchigen Aufklärungsmission mit Filmmaterial zur Erde zurückkehrten. Die Mission von Kosmos 2108 dauerte 55 Tage.

weiterlesen..

08.12.1990

08.12.1990

Drei weitere Uragan Navigationssatelliten (Erzeugnis 11F654) für das sowjetische GLONASS System wurden am 08.12.1990 mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Oberstufe von Baikonur gestartet. Sie erreichten problemlos ihre vorgesehenen Umlaufbahnen im 19.000 km Höhenbereich. Die drei Block 17 Satelliten demonstrierten eine sehr unterschiedliche Performance im Orbit. Kosmos 2109 übertraf knapp die Garantielebensdauer von drei Jahren, Kosmos 2110 blieb etwas darunter. Kosmos 2111 arbeitete dagegen fünfeinhalb Jahre. Das Problem der unverhältnismäßig hohen Ausfallrate begleitete das Prog weiterlesen..


10.12.1990

10.12.1990

Die bisherige Stammbesatzung der Raumstation Mir, die Kosmonauten Gennadi Manakow und Gennadi Strekalow kehrten am 10.12.1990 zusammen mit dem Gastkosmonauten Toyohiro Akiyama zur Erde zurück. Um 02:48 UTC koppelte ihr Raumschiff Sojus TM-​10  vom Modul „Kvant“ 1  ab. Noch während des folgenden Abstiegs betätigte sich Akiyama begeistert als Reporter. Die Landung der drei Kosmonauten erfolgte schließlich am 10.12.1990 um 06:08 UTC in der Region Arkalyk. Die beiden sowjetischen Kosmonauten verbuchten eine Flugzeit von 3.140:36 h, ihr japanisc weiterlesen..


10.12.1990

10.12.1990

Eine Kosmos-​3M 11K65M Rakete brachte am 10.12.1990 vom Kosmosdrom Plesetsk den militärischen Kommunikationssatelliten Kosmos 2112 auf seine Umlaufbahn. Der Satellit des Typs Strela-​2 M (Erzeugnis 11F626 „Forpost“) gehörte zu einem seit 1971 betriebenen Netz von jeweils drei dieser Flugkörper auf einer 120° zueinander versetzten Bahn. Die vom Geheimdienst KGB genutzten Satelliten dienten der Verbindung zu sowjetischen Agenten im Ausland, die auf Grundlage des sogenannten „store-​dump“ Prinzips mit Informationen versorgt wurden.

weiterlesen..

20.12.1990

20.12.1990

Einen C-​Band Kommunikationssatelliten des Typs Raduga startete die Sowjetunion am 20.12.1990 mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Bugsierstufe vom Kosmodrom Baikonur. Die Endstufe plazierte Raduga 26 auf einer geostationären Bahn, wo er, über 85° Ost positioniert, der militärischen und zivilen Kommunikation diente. Bis zum Oktober 1993 konnte er im Einsatz gehalten werden.

weiterlesen..

21.12.1990

21.12.1990

Unter der Bezeichnung Kosmos 2113 startete die Sowjetunion am 21.12.1990 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Baikonur einen hochmodernen Fotoaufklärungssatelliten des Typs Jantar-​4KS1 M (Codename „Neman“, Erzeugnis-​Nummer 17F117). Diese Satelliten wurden nach westlicher Klassifizierung zur fünften Generation gezählt und übermittelten ihre gewonnenen Aufnahmen auf digitalem Weg über einen Kommunikationssatelliten des Systems Potok. Erst dieser sendete die verschlüsselten Daten an eine entsprechende Bodenstation. Mit 172 Tagen absolvierte Kosmos 2113 eine vergleichs weiterlesen..


22.12.1990

22.12.1990

Mit dem Start einer Zyklon-​3 11K68 Rakete von Plesetsk am 22.12.1990 wurde der Ausbau eines 1985 begonnenen Netzwerkes militärischer Kommunikationssatelliten des Typs Strela-​3  (Erzeugnis 17F13) fortgesetzt. Die sechs mitgeführten Satelliten (gemeinsam als Block 22 bezeichnet), Kosmos 2114, Kosmos 2115, Kosmos 2116, Kosmos 2117, Kosmos 2118 und Kosmos 2119, dienten vermutlich wie auch die Satelliten früherer Strela Baureihen hauptsächlich der Verbindung mit sowjetischen Agenten im Ausland, eventuell auch dem Kontakt zu Botschaften in aller Welt.

weiterlesen..

26.12.1990

26.12.1990

Eine Mission mit möglicherweise geodätischer und kartografischer Aufgabenstellung flog Kosmos 2120, ein Satellit des Typs Zenit-​8  (Codename „Oblik“), den die Sowjetunion am 26.12.1990 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Plesetsk startete. Die gewonnenen Fotos und Daten dieser Satelliten wurden wahrscheinlich dual, d.h. sowohl zivil als auch militärisch genutzt. Mit 22 Tagen handelte es sich bei der Mission von Kosmos 2120 um eine recht ausgedehnte.

weiterlesen..

27.12.1990

27.12.1990

Unter der Bezeichnung Raduga-​1 2  startete am 27.12.1990 ein Raduga Kommunikationssatellit des verbesserten Raduga-​1  bzw. „Globus“ Modells. Eine Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Oberstufe brachte ihn von Baikonur auf eine Synchronbahn, wo er über 49° Ost stationiert wurde. Die Globus Baureihe diente überwiegend der militärischen Kommunikation, wurde aber auch von staatlichen Dienststellen und Organisationen genutzt.

weiterlesen..

Ergebnisse 101 – 136 von 136 
No module Published on Offcanvas position