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Samstag,

25.09.1999

Eine Ariane-​44LP H10-​III Rakete startete am 25.09.1999 mit dem amerikanischen Kommunikationssatelliten Telstar 7 vom südamerikanischen Kourou auf einen deutlich supersynchronen Transferorbit. Der Start von Telstar 7 war ursprünglich für den Jungfernflug der ILS Atlas-​IIIA gebucht worden. Als sich der aber immer weiter verzögerte, nahm der Satellitenhersteller Space Systems/​Loral Kontakt mit Arianespace auf. Der 1998 geschlossene Vertrag über den Start von sechs Globalstar Satelliten wurde in einen Kontrakt über den Start von Telstar 7 umgewandelt. Gleichzeitig nahm Arianespace den Start extrem kurzfristig in das 1999er Startmanifest auf. Somit konnte der Satellitenbetreiber Loral Skynet den Satelliten rechtzeitig in den Orbit bringen, um den steigenden Bedarf in der Pazifikregion zu decken. Arianespace hingegen hatte kurzfristig einen Kunden für eine Ariane gefunden, die im Frühjahr 1999 noch als Ariane-​42P montiert worden war, deren Nutzlast dann aber vom Kunden zurückgezogen worden war. Telstar 7 wurde über 129° West positioniert, von wo er digitale Zuspielungen in die Kabelnetze Nord– und Südamerikas sowie der Karibik gewährleistet. Dafür verfügt er über 24 C– und ebensoviele Ku-​Band Transponder. Im Jahr 2004 übernahm der Satellitenbetreiber Intelsat einen Teil der Telstar Flotte von Loral. Telstar 7 wurde in Intelsat Americas 7 (IA-​7) umbenannt. Am 28.11.2004 kam es dann unerwartet zum vollständigen Verlust des Satelliten aufgrund von Problemen im Energieversorgungssystem. Intelsat hatte den Satelliten bereits abgeschrieben, als es gelang, ihn am 03.12.2004 doch wieder unter Kontrolle zu bringen. Immerhin ein Teil der Dienste konnte später wieder von IA-​7 übernommen werden. Die Ereignisse nahmen praktisch 1:1 die Umstände vorweg, unter denen der Schwestersatellit Telstar 6 (Galaxy 26) am 29.06.2008 zeitweise außer Kontrolle geriet. Zum 01.02.2007 erhielt der Satellit daher nochmals eine neue Beteichnung: Galaxy 27. Im Mai 2010 wurde der Satellit auf 45,1° Ost verschoben und versorgte nun den Mittleren Osten und Teile Asiens. Ab Oktober 2013 operierte er dann auf einer inklinierten Bahn über 66° Ost.