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Mittwoch,

22.01.2003

Seit fast 31 Jahren war die Raumsonde Pioneer 10 unterwegs, als am 22.01.2003 aus 12,3 Mrd. km Entfernung zur Erde ihre letzten Funksignale empfangen wurden. Damit teilte sie das Schicksal ihrer Schwestersonde Pioneer 11, zu der der Funkkontakt bereits 1995 abgebrochen war. Zwar war der wissenschaftliche Wert der zuletzt empfangenen Signale gering, doch genehmigte die NASA immer wieder Gelder für Routineversuche zum Empfang der Signale ihrer Tiefraumsonden. Die letzten Telemetriedaten wurden am 27.04.2002 im Funksignal von Pioneer 10 empfangen. Danach ließen die immer mehr schwindenden Energieresourcen deren Übermittlung nicht mehr zu. Als am 07.02.2003 bei einem weiteren Kontaktversuch das schwache Bakensignal nicht mehr aufgefangen werden konnte, war das nicht wirklich verwunderlich. Die NASA beendete damit auch ihre Kontaktversuche über das Deep Space Network. Pioneer 10 aber bewegt sich weiter auf einem Kurs in den interstellaren Raum, der die Sonde theoretisch in etwa 2 Mio. Jahren in die Nähe des 68 Lichtjahre entfernten Sterns Aldebaran bringen müßte. Die weltweite Wissenschaftsgemeinde gedachte im Januar 2003 noch einmal dem „Spacecraft That Will Not Die“, wie Pioneer 10 ehrfurchtsvoll genannt worden war.