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Freitag,

02.04.2010

Eine weitere gemischt russisch-​amerikanische Crew startete am 02.04.2010 um 04:05 UTC an Bord von Sojus TMA-​18 zur ISS. Der Start der Sojus-​FG 11A511U-​FG Rakete von Baikonur verlief vollkommen nach Plan, doch traten wenig später erhebliche Kommunikationsprobleme auf. Da die weiter eintreffenden Fernsehbilder aber drei Raumfahrer zeigten, die sich davon nicht weiter beeindrucken ließen, sah auch die Flugleitung keinen Grund für Notmaßnahmen. Als die Sojus nach etwa 10 min einen ersten vorläufigen Erdorbit erreicht hatte, stabilisierte sich auch der Funkkontakt wieder. Bis zum 04.04.2010 näherte sich das Raumschiff systematisch der ISS, an der es um 05:25 UTC am „Poisk“ Modul ankoppelte. Knapp zwei Stunden später wechselten Kommandant Alexander Skworzow und seine beiden Bordingenieure Michail Kornijenko und Tracy Caldwell-​Dyson in die ISS hinüber. Im Rahmen der Routineoperationen verstärkten sie zunächst die ISS-​Expedition 23 Crew, bevor sie selbst die 24. Expedition eröffneten. Doch zunächst konnte sich die nun sechsköpfige Expedition 23 schon am 07.04.2010 über die Ankunft der Raumfähre „Discovery“ freuen. Und nur einen Monat später traf die „Atlantis“ mit dem neuen Raumstationsmodul „Rassvjet“ ein. Am 27.05.2010 übernahm Skworzow dann das Kommando der Station und begann Expedition 24, während die drei Crew-​Mitglieder von Expedition 23 an Bord von Sojus TMA-​17 zur Erde zurückkehrten. Mit der Ankunft von Sojus TMA-​19 am 17.06.2010 wuchs die Mannschaftsstärke wieder auf sechs. Am 23.09.2010 begaben sich Skworzow, Kornijenko und Caldwell-​Dyson in die Landesektion ihres Sojus TMA-​18 Raumschiffs. Für den nächsten Tag war ihre Rückkehr zur Erde geplant. Doch im Inneren der Station blieb zunächst das Signal aus, das die hermetische Verriegelung der Luke anzeigen sollte. Messungen zeigten jedoch keinen Druckverlust, so daß das Kontrollzentrum die weiteren Landevorbereitungen autorisierte. Als dann aber das Signal zum Lösen der Halteklauen am Dockingadapter gegeben wurde, passierte nichts. Kosmonaut Fjodor Jurtschichin im Inneren der Station öffnete daraufhin erneut den Durchstieg und entdeckte dort einen Fremdkörper. Da die Analyse des Problems mehr Zeit in Anspruch nahm, verstrich auch der Reserve-​Landetermin ungenutzt. Die Crew wurde angewiesen, in die Station zurückzukehren. Die weitere Inspektion des Docking-​Mechanismus förderte schließlich zu Tage, daß zwei Zähne an einem kleinen Zahnrad abgebrochen waren. Das ausbleibende Signal eines Mikroschalters verhinderte das Öffnen der Verriegelungen. Nachdem die Crew hochauflösende Fotos und Videos zum Boden übertragen hatte, erhielt sie Instruktionen, wie der Kontakt überbrückt werden konnte. Nachdem das geschehen war, konnte am 25.09.2010 ein neuer Landeversuch unternommen werden. Um 02:02 UTC löste sich das Raumschiff von der Station. Das Retromanöver wurde um 04:31 UTC eingeleitet und am 25.09.2010 um 05:23 UTC erfolgte die sichere Landung nahe Arkalyk.