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Montag,

15.12.2014

Mit Jamal 401 hatte der russische Satellitenbetreiber Газпром Kосмические Cистемы bzw. Gazprom Space Systems bei ISS Reschetnjow einen hochmodernen Kommunikationssatelliten des Typs Ekspress-​2000A bestellt. Die Kommunikationsnutzlast für den Satelliten stammte von Thales Alenia Space. Ursprünglich hatte Gazcom im Februar 2009 zwei Jamal 400 Satelliten bei Thales Alenia Space geordert. Ein Jahr später wurde der Kontrakt aber so umgeändert, daß er nun nur noch die Lieferung eines kompletten Satelliten beinhaltete. Den Anforderungen des neu an ISS Reschetnjow vergebenen Aufrags über den zweiten Satelliten konnte man dort aber auch nur unter Hinzuziehung eines westlichen Partners genügen. Womit Thales Alenia Space wieder im Geschäft war. Jamal 401 trug 36 Ku-​Band Transponder (jeweils 18×72 MHz Transponder und 18×36 MHz Transponder) und 17 C-​Band Transponder, die garantierte Lebensdauer lag bei international üblichen 15 Jahren. Die C-​Band Sendekeule bildete exakt die Grenzen Rußlands und einiger seiner Anrainerstaaten nach. Dazu kamen eine Rußland Ku-​Band Sendekeule und eine nördliche Ku-​Band Sendekeule. Angesichts einer Reihe von Proton Fehlstarts, die auch Jamal Satelliten betroffen hatten, dürfte die Erleichterung groß gewesen sein, als nach dem Start der Phase III Proton-​M 8K82KM mit Bris-​M 14S43 Bugsierstufe am 15.12.2014 von Baikonur alle Brennphasen der Triebwerke innerhalb der der zulässigen Toleranzen verliefen. Es war der 400. Start einer Proton-​Rakete. Rund neun Stunden nach dem Abheben der Rakete wurde Jamal 401 auf einem nahezu geostationären Orbit ausgesetzt. Den Sendebetrieb nahm der Satellit von 90° Ost auf.