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Donnerstag,

14.03.2019

Nach ihrem glimpflich verlaufenen Fehlstart mit Sojus MS-​10 im Oktober 2018 erhielten Kommandant Alexej Owtschinin und Bordingenieur Tyler Hague rasch die Zusicherung, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit eine zweite Chance für einen gemeinsamen Raumflug zu bekommen. Um dies zeitnah sicherstellen zu können, mußten einige Änderungen im Flugplan des Jahres 2019 vorgenommen werden. Denn ausgerechnet mit Sojus MS-​12 hätte eigentlich ein Raumfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zur ISS fliegen sollen — und mit Sojus MS-​10 nach einem kurzen Aufenthalt zur Erde zurückkehren. Diese Gelegenheit war nun vertan. Erst für Sojus MS-​15 zeichnete sich eine neue Gelegenheit für einen solchen Besatzungswechsel ab. Da Rußland weiter daran festhielt, seine Präsenz auf der ISS vorläufig auf zwei Kosmonauten zu reduzieren, verlor der ursprünglich auf Sojus MS-​12 gebuchte Oleg Skripotschka seine Fluggelegenheit zugunsten von Owtschinin, der nur so mit seinem Trainingspartner Hague erneut zum Start antreten konnte. Mehrfach waren zuvor der Zuschnitt der kommenden Missionen verändert und die Planungen wieder verworfen worden. Den dritten Sitz der Sojus nahm schließlich Christina Koch ein. Der Start mit einer Sojus-​FG 11A511U-​FG erfolgte am 14.03.2019 um 19:14 UTC von Baikonur, zwei Wochen später als zwischenzeitlich im Gespräch gewesen war. Diesmal gelang eine fehlerfreier Start und auch Annäherung und Rendezvous mit der Internationalen Raumstation verliefen ohne Probleme. Bereits am 15.03.2019 um 01:01 UTC war das Docking am „Rassvjet“ Modul vollzogen. Nach Abarbeitung der Sicherheits-​Checklisten konnten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation hinüber wechseln, wo sie von der bisherigen Expedition 58 Crew begrüßt wurden. Gemeinsam begannen die sechs Raumfahrer aus Rußland, den USA und Kanada nun die Expedition 59.