05.10.1965
Beim dritten Versuch gelang am 05.10.1965 endlich der Start eines ersten militärischen Forschungssatelliten des OV1 (Orbiting Vehicle) Typs. Im Gipfelpunkt der ballistischen Flugbahn der Atlas-D Rakete wurde der Satellit aus dem ARS (Atlas Retained Structure) Container an der Spitze der Rakete ausgestoßen. Nach einigen Minuten Freiflug zündete sein eigenes Triebwerk, das ihn auf eine Satellitenbahn beschleunigte. In der zweiten ARS flog bei diesem Start lediglich eine ingenieurtechnische Nutzlast. Und auch am Rumpf war ein Scientific Passenger Pod, SPP 29, montiert Die Ausrüstung von OV1-2 bestand aus einem Mikrometeoritendetektor, einem IR-Radiometer, einem Magnetometer, einem Sonnensensor, einem Ionendichtemeßgerät und einer mit Sensoren versehenen Plexiglasnachbildung eines menschlichen Körpers. Mit dem Flight Experiment Shielding Satellite (FESS) wurden dosimetrische Messungen im Hinblick auf bemannte Raumflüge unternommen. Sponsor der Mission war das Air Force Weapons Laboratory (AFWL), das damit Forschungen betrieb, die der Auslegung des MOL (Manned Orbiting Laboratory) dienen sollten. Schon kurz nach dem Start versagten aber diverse Subsysteme des Satelliten, was die Mission beeinträchtigte. Doch erst im April 1967 brach der Meßdatenempfang endgültig ab.

