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Startvorbereitung der Thor-SLV2A Agena-D mit OGO-C

Ein Jahr nach dem Start des ersten derartigen Satelliten erreichte mit OGO 2 (auch OGO-​C, POGO 1 bzw. S-​50 ) am 14.10.1965 ein weiterer komplexer geophysikalischer Forschungssatellit der NASA seine Umlaufbahn. Diesmal allerdings gewollt auf eine exzentrische polare Bahn, weswegen der Start auch mit einer Thor-​SLV2 A Agena-​D von der Vandenberg AFB erfolgte. Geplant war eine Bahnhöhe zwischen 334 und 927 km. Weil aber das Funkleitsystem auf der VAFB die Rakete nicht auffassen konnte, steuerte diese ohne Korrekturdaten auf einen 414×1.512 km Orbit. Hauptaufgabe des Satelliten war die Kartierung des Erdmagnetfeldes, aber auch die Untersuchung neutraler Teilchen, der Ionen– und Elektronenzusammensetzung, der solaren UV– und Röntgenstrahlung sowie der Phänomene des Polarlichts und des Nachthimmelleuchtens standen auf dem Programm. Zwei der Experimente fielen leider bereits kurz nach dem Start aus. Nachdem einer der Infrarotsensoren den Erdhorizont verloren hatte, irritiert durch kalte Wolkenformationen in tropischen Regionen der Erde, geriet die Lageregelung außer Kontrolle. Bereits am 23.10.1965 waren so die Treibstoffvorräte des Lageregelungssystems aufgebraucht und der Satellit taumelte unkontrollierbar. Damit waren fünf Experimente endgültig nicht mehr nutzbar, während sechs andere immerhin noch einige brauchbare Daten lieferten. Im April 1966 schränkte ein Batteriedefekt den Betrieb weiter ein. Dann fiel im April 1967 auch noch der Datenrekorder aus, doch erst am 01.11.1967 wurde der Satellit auf stand-​by Betrieb geschaltet. Am 01.11.1971 erfolgte dann die endgültige Einstellung aller Operationen. Obwohl zahlreiche Meßdaten von OGO 2 empfangen werden konnten, blieb der Erfolg der Mission doch aufgrund der Defekte deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere die Beschränkung des Betriebs auf Phasen mit ausreichendem Einfall von Sonnenlicht reduzierte die wissenschaftliche Aussagekraft zahlreicher Meßdaten.
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