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OV2-1 mit dem Projektleiter bei Northrop, William C. Armstrong

Der zweite Start einer Titan-​IIIC von Cape Canaveral wurde am 15.10.1965 zu einem Fehlschlag, wobei die Titan-​III selbst zuverlässig funktioniert hatte. Die Rakete sollte zwei kleine experimentelle Nutzlasten auf verschiedenen Umlaufbahnen aussetzen. Dazu waren mehrere Zündungen der Transtage Oberstufe geplant. Bei der zweiten von geplanten zehn Zündungen versagte jedoch eines der beiden Transtage-​Triebwerke. Die Stufe geriet daher in eine unkontrollierbare Taumelbewegung und zerbrach. Dabei wurden auch OV2-​1  und der mit ihm verbundene Satellit LCS 2 freigesetzt. Unbekannt ist, ob sie nach diesem Mißgeschick aktiviert werden konnten. Die Forschungssatelliten vom Typ OV2 entstammten dem abgebrochenen ARPA (Advanced Research Projects Agency) Programm ARENTS (Advanced Research Environment Test Satellite). Drei Satellitenzellen und Sätze Solarzellenflächen konnten übernommen werden. OV2-​1  trug 14 Experimente mit einem Gesamtgewicht von 59 kg. Er sollte in einem Orbit von 700×7.000 km ausgesetzt werden (ursprünglich war der Start mit einer Titan-​IIIA geplant gewesen, wobei die Bahn zwischen 185 und 4.450 km Höhe gelegen hätte). Technisch interessant gelöst war die Drallstabilisierung von OV2-​1 . Sie verwendete einen Festtreibstoff, der beim Öffnen eines Auslassventils sublimierte und als Gas aus den Düsen austrat. LCS 2 war dagegen ein Radarkalibrierungssatellit. Exakt kugelförmig, auf Hochglanz poliert und mit einem Radarquerschnitt von 1 m² war er die optimale Referenz für Bahnverfolgungsexperimente. Ob er sich von OV2-​1  sauber trennte, ist nicht bekannt geworden. Für den geplanten Zweck war LCS 2 jedenfalls wohl nicht nutzbar.

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