Einen Fotoaufklärer mit KeyHole KH-4 B Kamerasystem startete die USAF innerhalb des CORONA Programms am 20.05.1970 mit einer Thorad-SLV2H Agena-D von der Vandenberg AFB. Obwohl der Satellit auf einer Bahn mit einem sehr niedrigen Perigäum von nur 162 km flog, war die Bildqualität bei dieser Mission eher unterdurchschnittlich. Der Flug wurde auch genutzt, um etwa 600 m des neuen S0-349 Filmmaterials praktisch zu erproben. Zwei Kapseln brachten die Aufklärungsergebnisse bei dieser Mission zur Erde zurück. Beide konnten in der Luft von Maschinen der 6593d Test Squadron abgefangen werden (am 31.05. bzw. 08.06.1970). Die Agena Stufe des CORONA Satelliten wurde zudem für das Doppler Beacon 2 Experiment genutzt, das fest in diese integriert wurde.
Zu der Frage, ob bei diesem Start auch noch ein kleiner Subsatellit mitgeführt wurde, gab es lange Jahre widersprüchliche Angaben. Inzwischen veröffentlichte Dokumente bestätigen jedoch, daß der als EHH-B19 bezeichnete Satellit tatsächlich auf eine eigene Umlaufbahn gelangt war. Aus diesen Unterlagen geht zudem hervor, daß der (noch immer namenlose) Satellit aus dem USAF Programm P-11 stammte, das wohl hauptsächlich der Aufklärung von Radarstationen diente. Offenbar flogen die Satelliten in unterschiedlichen Konfigurationen. P-11 4421 hatte, soweit bekannt, zwei Nutzlasten für die allgemeine Suche nach interessanten Signalquellen an Bord. TRIPOS IV (Mission 7332) deckte dabei den Frequenzbereich zwischen 4 und 8 GHz ab, während sich SOUSEA III (Mission 7333) nahtlos daran anschloß und Frequenzen bis 12 GHz absuchte. Erstmals erfolgte bei einem Satelliten aus dem P-11 Programm diesmal jedwede relevante Kommunikation rein digital und im S-Band. Der Datenempfang der kombinierten Mission wurde erst am 22.01.1973 eingestellt, als die Spinrate auf 6 min–1 abgesunken und eine Stabilisierung und Temperaturregelung des Satelliten zunehmend schwierig geworden war.

