Eine Thorad-SLV2 H Agena-D der
USAF beförderte am 16.07.1971 von der Vandenberg
AFB aus eine klassifizierte Nutzlast auf eine Kreisbahn in knapp 500 km Höhe. Der Satellit von dem zunächst nur die Bezeichnung
OPS 8373 bekannt wurde, gehörte zur Baureihe der sogenannten „Heavy Ferret“, also einer Serie großer
ELINT Satelliten. Mit diesem Start endete das
P-770 A Satellitenprogramm. Seit Anfang der 1960
er Jahre waren mehrere Generationen großer Satelliten zur funkelektronischen Aufklärung entwickelt worden. Vom letzten Modell (Codename
STRAWMAN), erkennbar an einer großvolumigen „Hammerhead“ Nutzlastverkleidung, startete zwischen 1968 und 1971 jeweils ein Exemplar pro Jahr. Ein fünfter Satellit wurde nicht mehr fertiggestellt. Die Nachfolge traten vermutlich die
CANYON und/oder
RHYOLITE Satelliten an.
STRAWMAN Mission 7167 flog mit den Nutzlasten
TRESHER IV (Mission 7167),
REAPER IV (Mission 7236) und
HARVESTER (Mission 7240). Letztere wurde bereits nach 150 Tagen Opfer eines Defekts am Antennenanschluß und litt unter einer eingeschränkten Beweglichkeit der Antenne. Damit konnten insbesondere einige höhere Radarfrequenzen von
S-200 (
NATO Code
SA-5 Gammon) Flugabwehrraketen nicht mehr überwacht werden. Außerdem war bereits am 19.11.1971 der zweite Datenspeicher (
Data Storage Unit —
DSU) ausgefallen, woraufhin der Betrieb auf den
Electronic Order of Battle (
EOB) Modus beschränkt und die Sammlung von
Technical Intelligence (
TI) Informationen eingestellt wurde. Bei dringendem Bedarf wurden
TI Kampagnen im weiteren Missionsverlauf im Echtzeit-Modus gefahren. Abgesehen davon und einigen weiteren technischen Problemen lieferten die beiden anderen Nutzlasten aber zuverlässig bis zum März 1973 Positionsdaten zu Radarstellungen und versorgten die Geheimdienstanalysten mit Informationen zu den technischen Charakteristika der Systeme aus sowjetischer und chinesischer Produktion. Als sekundäre Nutzlast flog auf der Agena bei dieser Mission das
RM-19 Radiometer-Experiment mit.