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03.08.1981 

DE-1 (unten) und DE-2 in Startkonfiguration
Aurora über dem Nordpol: Aufnahme von DE-1

Nach dreimaliger Verschiebung des Termins um jeweils einen Tag (wegen Problemen mit dem Kommandosystem, Höhenwinden und technischen Schwierigkeiten mit einem Tracking-​Flugzeug) hob am 03.08.1981 eine Delta 3913 Rakete (das einzige jemals in dieser Konfiguration geflogene Exemplar) von der Vandenberg AFB ab. Trotz Problemen mit der Zweitstufe (Betankungsfehler infolge fehlerhafter Bodenausrüstung) beförderte sie die beiden Dynamics Explorer Satelliten DE-​A und DE-​B auf koplanare polare Umlaufbahnen, die allerdings deutlich zu niedrig ausfielen. Dennoch sah die NASA die Mission nicht als gefährdet an. Ziel des Unternehmens war die gleichzeitige Erforschung des heißen Plasmas der Magnetosphäre und des kühleren, dichteren Plasmas in der Ionosphäre, Hochatmosphäre und Plasmasphäre der Erde. Zahlreiche hochkomplexe Vorgänge laufen in diesen Bereichen ab und es finden komplexe Wechselwirkungen zwischen solarer Strahlung, geladenen Teilchen und dem Erdmagnetfeld statt. Dynamics Explorer 1 (Explorer 62) flog auf einer elliptischen Umlaufbahn die sogenannte „high-​altitude mission“. Demgegenüber bewegte sich Dynamics Explorer 2 (Explorer 63) auf einer wesentlich erdnäheren Umlaufbahn. DE-​A verfügte über zwei Meßgeräteausleger von 6 m Länge. Herausragendes Merkmal waren aber die Antennen. Sie maßen in der Z-​Achse 9 m und in der X-​Y-​Achse sogar 200 m! Demgegenüber nahmen sich die 23 m Antennenspannweite bei DE-​B geradezu bescheiden aus. Zur wissenschaftlichen Ausrüstung zählten u.a. Magnetometer, Plasmawellen-​Analysatoren, eine Polarlicht-​Bildabtastanlage für den sichtbaren und UV-​Bereich, Massenspektrometer, Teilchenanalysatoren, Neutralgas-​Spektrometer, Interferometer, Ionenspektrometer sowie Potentialanalysatoren für Untersuchungen der Ionentemperatur, –zusammensetzung und –konzentration. Beide Satelliten lieferten eine Fülle an wissenschaftlichen Daten und aufsehenerregende Aufnahmen von Polarlichtern bzw. der Geokorona. Am 22.10.1990 endete offiziell die wissenschaftliche Mission von DE-​A, am 28.02.1991 wurde der Telemetrieempfang endgültig eingestellt. DE-​B war bereits am 19.02.1983 verglüht.

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