07.08.1981
Als bi-nationales Programm war der Satellit Interkosmos 22 (IK-22 ), der am 07.08.1981 mit einer Wostok 8A92 M Rakete von Plesetsk startete, von bulgarischen und sowjetischen Wissenschaftlern entwickelt worden. Ausdruck dieser Kooperation innerhalb des Interkosmos Verbundes war der Zweitname des Satelliten, „Bolgaria-1300“ (deutsch „Bulgaria-1300“), ein Hinweis auf das 1.300. Jubiläum der Gründung des bulgarischen Staates. Die Sowjetunion stellte die Satellitenzelle samt Energieversorgung eines Meteor Satelliten, die umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstung entwickelten bulgarische Wissenschaftler. Sie umfaßte u.a. Fotometer, UV-Spektrometer, eine Langmuir-Sonde, Magnetometer, Ionenfallen u.a.m. Der so instrumentierte Satellit untersuchte erfolgreich die Ionosphäre und das irdische Magnetfeld. Außerdem war IK-B-1300 mit einem Laserreflektor ausgestattet, so daß sich seine Position mit einer Genauigkeit von 5 – 10 m bestimmen ließ. Daneben wurde auch der Versuch unternommen, den aerodynamischen Widerstand der Atmosphäre auf den Satelliten zu ermitteln. Interkosmos-Bulgaria-1300 lieferte bis zum Jahr 1983 Meßdaten. Ergänzende Informationen kamen von dem einen Monat zuvor in Baikonur gestarteten Meteor-Priroda 2 – 4 , der weitere bulgarische Instrumente an Bord hatte. Intern trug der offiziell als Interkosmos „Bulgaria-1300“ bezeichnete Satellit daher sogar die Bezeichnung Interkosmos-Bulgaria-1300 – 2 …

