Beim ersten operationellen Start der japanischen N-II Rakete gelangte am 10.08.1981 vom Raumfahrtgelände Tanegashima der meteorologische Satellit GMS 2 bzw. „Himawari“ 2 auf eine Synchronbahn, wo er über 140° Ost positioniert wurde. Wie bereits der erste GMS Satellit war auch dieser in den USA bei Hughes unter japanischer Beteiligung (NEC) gefertigt worden. Allerdings basierte dieses Exemplar nun auf dem HS-378 Bus statt dem HS-335 . Aufgrund der begrenzten Nutzlastkapazität der N-II im Vergleich zur beim ersten Start eingesetzten Delta 2914 machte sich zudem die Umstellung auf eine konsequente Leichtbauweise erforderlich. So wurde der der Adapter für den Apogee Kick Motor (AKM) nun aus kohlefaserverstärktem Kunststoff statt AlMg-Legierung gefertigt. Der Start von GMS 2 gelang ohne Probleme und von seiner geostationären Position aus lieferte er meteorologische Radiometer-Aufnahmen im sichtbaren und infraroten Spektralbereich, sammelte Daten zahlreicher kleiner Meßstationen, beobachtete den Fluß solarer Partikel und übertrug schließlich meteorologische Daten an ein Netz von Bodenstationen. Bis zum 20.11.1987 blieb der Satellit im Einsatz (die Gewinnung meteorologischer Aufnahmen hatte allerdings bereits 1984 mit der Verfügbarkeit des Nachfolgers GMS 3 geendet).

