Mit Kosmos 1769, den die Sowjetunion am 04.08.1986 mit einer Zyklon-2 11K69 Rakete von Baikonur startete, wurde das Programm zur Radarüberwachung der Weltmeere fortgeführt. Das Militär verfügte dazu über zwei Baureihen, eine mit aktiver Radarabtastung (US-A bzw. US-AM) und eine weitere (US-P oder US-PM, Erzeugnis 17F17) zur Analyse der Funksignale gegnerischer Schiffe. Die Daten wurden aufgefangen, zurückverfolgt und klassifiziert. Angaben zu Position und Typ der Schiffe wurden dann an Anti-Schiffs Raketenbatterien und eigene maritime Kampfverbände übertragen. Beide Satellitensysteme arbeiteten koordiniert und ergänzten sich gegenseitig. Technische und finanzielle Probleme reduzierten aber immer wieder die Einsatzbereitschaft des in seiner Gesamtheit „Ideogramma-Pirs“ genannten Systems. Kosmos 1769, der zum passiven Typ zählte, arbeitete aber ein volles Jahr, davon einige Monate in Abstimmung mit dem Flugplan von Kosmos 1682.
