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12.08.1986 

„Ajisai” (oben), „Jindai” (der goldfarbene Kasten) und „Fuji” (an der Seite der letzten Stufe)

Beim Jungfernflug der neuen japanischen H-​I Rakete vom Raumfahrtgelände Tanegashima gelangten am 12.08.1986 drei Satelliten auf ihre Umlaufbahnen. Die H-​I in ihrer zweistufugen Variante mit neun Feststoffboostern setzte den geodätischen Satelliten „Ajisai“ (EGS — Experimental Geophysical Satellite), den Amateurfunksatelliten „Fuji“ (FO-​12 , OSCAR 12) und die technologische Nutzlast „Jindai“ (MABES — Magnetic Bearing Flywheel Experimental System) auf ähnlichen Bahnen in durchschnittlich 1.500 km Höhe aus. Primär hatte der Flug natürlich der Qualifikation der Rakete gedient. Insbesondere „Ajisai“ flog aber auch eine Mission mit einem unbestrittenen wissenschaftlichen Nutzwert. Der passive geodätische Satellit war auf der Oberfläche mit Solarzellenflächen sowie 318 Spiegeln und 1.436 Laserprismen für eine exakte Positionsbestimmung bestückt. Diese Ausrüstung ermöglichte eine optische Bahnverfolgung mit hoher Präzision, was für geodätische Vermessungen entlegener japanischer Inseln genutzt wurde. Aber auch eine Reihe wissenschaftlicher Studien im In– und Ausland basierten auf den Daten von „Ajisai“.
„Fuji“, der unter den Bezeichnungen FO-​12  bzw. Fuji-​OSCAR 12  als erster japanischer Amateurfunksatellit in Dienst gestellt wurde, operierte bis zum 05.11.1989. Dann legte ein Batteriedefekt den vom NEC Konzern gebauten kleinen Satelliten lahm.
Ganz technologischen Experimenten diente die kastenförmige MABES Apparatur. Hierbei ging es darum, die Levitation, Oszillation und sonstigen Charakteristika eines magnetisch gelagerten Kreisels unter Mikrogravitations­bedingungen zu bestimmen. Die Versuchsanordnung blieb mit der zweiten Raketenstufe fest verbunden.

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