Zu den maritimen Radaraufklärern (engl. RORSAT) zählte Kosmos 1771, den eine Zyklon-2 11K69 am 20.08.1986 vom Kosmodrom Baikonur auf eine Umlaufbahn brachte. Der Satellit vom Typ US-A, Erzeugnis 17F16, überwachte die Schiffsbewegungen der NATO Flotten auf den Weltmeeren. Dazu verfügte er über ein großes Seitensichtradar, dessen Energiebedarf von einem kleinen Atomreaktor gedeckt wurde. Kosmos 1771 operierte lediglich 56 Tage, was ein unterdurchschnittlicher Wert für die immer wieder von technischen Problemen geplagten US-A Satelliten war. Immerhin gelang die Aktivierung des Sicherheitsmechanismus, der die Trennung des Satelliten in seine Komponenten und den Einschuß des Energieblocks in eine höhere Umlaufbahn besorgte. Auf diese Weise sollte ein unkontrollierter Wiedereintritt der radioaktiven Komponenten des Satelliten auf absehbare Zeit verhindert werden.
