In einem wahren Kraftakt versuchte die Sowjetunion 1990 ihr Netzwerk passiver maritimer Aufklärungssatelliten auf sechs operative Exemplare auszubauen. Und so startete am 04.12.1990 von Baikonur eine Zyklon-2 11K69 Rakete mit Kosmos 2107, dem vierten US-PM Satelliten innerhalb eines Jahres. Offensichtlich versuchte man den Stop des US-A Programms (aktive Radaraufklärer mit Kernreaktoren als Energiequelle) zu kompensieren. Letztlich brach aber wenig später auch das US-P Programm zusammen, als die Finanzierung in den Wirren der sich auflösenden Sowjetunion nicht mehr gegeben war. Und bereits im April 1991 fiel einer der vier 1990 gestarteten US-PM Satelliten aus. Kosmos 2107 erreichte immerhin mit über fünfzehn Monaten eine akzeptable Lebensdauer.
