Das letzte Progress Transportraumschiff in der ursprünglichen Konfiguration (Erzeugnis 11F615A15, Typ 7 K-TG) startete am 05.05.1990 um 20:44 UTC vom Kosmodrom Baikonur. Progress 42 brachte Versorgungsgüter zur Raumstation Mir. Darunter waren dringend erwartete Ersatzteile und Werkzeuge für die erforderliche Reparatur der gelockerten Außenisolierung am Zubringerraumschiff Sojus-TM 9. Die Ankopplung von Progress am Heck des Raumstationsmoduls „Kvant“ erfolgte am 07.05.1990 um 22:45 UTC. In den folgenden Tagen wurde Progress 42 von den Kosmonauten Anatoli Solowjow und Alexander Balandin entladen und mit Müll und verschlissenen Teilen beladen. Somit konnte das Transportraumschiff bereits am 27.05.1990 um 07:09 UTC wieder abkoppeln und wurde gegen 12:27 UTC in der Atmosphäre zum Verglühen gebracht.
Mit dem Flug von Progress 42 endete nicht nur die Ära dieses Raumschifftyps, auch die Erprobung des K-36M.11F35 Schleudersitzes für die Raumfähre „Buran“ wurde abgeschlossen. Wie bereits bei vier Flügen zuvor war nämlich auch bei diesem Start anstelle des Rettungsraketensystems eine abwerfbare Sektion mit dem Schleudersitz installiert. Während des Aufstiegs der Sojus-U2 11A511U2 Rakete konnte so das Katapultieren unter realistischen Bedingungen erprobt werden. Allerdings waren im Frühjahr 1990 bemannte Flüge des Buran bereits in weite Ferne gerückt. Offen sprachen sowjetische Offizielle davon, das Raumfährenprogramm ökonomischen Belangen unterzuordnen. Und obwohl die Sowjetunion mit der Mir im Gegensatz zu den USA über ein Ziel im Orbit verfügte, waren Sojus– und Progress-Missionen weitaus günstiger. Damit entfiel zunehmend die Rechtfertigung für das Prestigeprogramm. Da selbst das Militär keine realistische Verwendung hatte, besiegelte das neben dem allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Niedergang der Sowjetunion das Ende des Buran Programms. Selbst der schon fest geplante zweite unbemannte Flug fand nie statt.
