Einen passiven maritimen Überwachungssatelliten der Baureihe US-PM startete die Sowjetunion am 14.11.1990 mit einer Zyklon-2 11K69 von Baikonur. Die Rakete brachte den großen Satelliten zunächst auf eine exzentrische Transferbahn, bevor sein eigenes leistungsfähiges Antriebssystem die Bahn in gut 400 km Höhe zirkularisierte. Eine gewaltige X-förmige Antenne fing in der Umlaufbahn die Funksignale fremder Schiffe und Schiffsverbände auf und leitete sie zur Analyse an entsprechende Bodenstationen weiter. Die Daten zu Position und Typ der Schiffe wurden wiederum an Anti-Schiffs Raketenbatterien und eigene maritime Kampfverbände übertragen. Die Aufklärungsmission endete im Fall von Kosmos 2103 bereits nach 49 Tagen, was weit unter der üblichen Lebensdauer von etwa 500 bis 700 Tagen lag und den Schluß einer massiven Fehlfunktion in den Bordsystemen zuläßt.
