Eine Ariane-4 in der erstmals eingesetzten leichten Variante Ariane-42P (mit zwei Feststoff-Boostern) beförderte am 20.11.1990 von Kourou in Französisch Guyana die beiden amerikanischen Kommunikationssatelliten Satcom-C1 und GStar 4 auf ihre Bahnen. Beide Satelliten stammten aus der AS-3000 Baureihe von GE Astro Space (später Lockheed Martin). Satcom-C1 startete für das gleichfalls zum General Electric Konzern gehörende Unternehmen GE American Communications Inc. (GE Americom), den seinerzeit drittgrößten Satellitenbetreiber der USA. Mit seinen 24 C-Band Transpondern diente er insbersondere der Übertragung von Kabelfernsehprogrammen innerhalb der 50 US Bundesstaaten. Hierzu wurde er über 137° West stationiert. Zuletzt über 37,5° West und schließlich auf einer zunehmend inklinierten Bahn operierend, wurde der Satellit Ende April 2005 auf einen „Friedhofsorbit“ 280 km über dem geostationären angehoben und deaktiviert. Sein Schwestersatellit GStar 4 wurde vier Minuten nach Satcom-C1 aus der SYLDA Doppelstartvorrichtung ausgestoßen. Eigner war die GTE Spacenet, der damals zweitgrößte US Satellitenbetreiber. Er verfügt über 16 Ku-Band Transponder, mit denen er verschiedene Kommunikationsdienste von seiner Position über 125° West anbot. Im Herbst 1993 wurde er auf 105° West verschoben. Dort verblieb er auch, als ab September 2002 die Inklination nicht mehr bei 0° gehalten werden konnte. Im Januar 2004 erfolgte die Außerdienststellung.
General Telephone and Electronics (GTE) vereinigte innerhalb weniger Jahre seine eigenen GStar-Satelliten mit den Flotten zweier Mitbewerber, den Spacenet-Satelliten von Southern Pacific Communications (SPC) und den ASC-Satelliten der American Satellite Corp. (Amersat), später Continental Telecommunications Inc. (Contel) bzw. Contel ASC. GE Americom wurde hingegen vom europäischen Konkurrenten SES übernommen und als SES AMERICOM Inc. fortgeführt.

