Mit zwei von der Hughes Space and Communications Co. gebauten Kommunikationssatelliten an Bord hob am 12.10.1990 eine Ariane-44 L von Kourou in Französisch Guyana ab. Beide Satelliten waren von einem anderen Unternehmen des Hughes Konzerns, der Hughes Communications Inc., in Auftrag gegeben worden. Bei Galaxy 6 (auch Westar 6 S) handelte es sich um einen spin-stabilisierten HS-376 Satelliten, genaugenommen um das modifizierte Backup Exemplar von Westar 6. Er operierte nach dem geglückten Start zunächst von einer Position über 91° West, später auch 99° West, 103° West und 74° West, wo er generelle Kommunikationsaufgaben übernahm. Ende Mai 1998 wechselte er wieder auf 99° West, dann im April 2000 auf 91° West und im August 2000 zurück auf 74° West. Mit 24 C-Band Transpondern (plus sechs Reserve) und ausgerüstet mit 10 W TWTA’s übertrug der Satellit Fernsehprogramme sowie Sprach– und Datendienste. Im Januar 2003 wurde er schließlich außer Dienst gestellt.
Gemeinsam mit Galaxy 6 gelangte SBS 6 auf seine Bahn. Stationiert wurde dieser HS-393 Hochleistungssatellit über anfangs 77° West, dann 99° West. 1993 wechselte er auf 95° West und ab Ende 1995 war er über 74° West stationiert. Die letzten Bahnmanöver unternahm der Satellit Anfang 2008, als er auf 81° West wechselte. Aus dieser Position heraus erfolgte im Februar (nach anderen Angaben April) 2009 auch die Außerdienststellung, wobei noch eine Bahn oberhalb der geostationären angeflogen werden konnte. Das Modell HS-393 unterschied sich von der HS-376 Serie durch eine deutlich vergrößerte Mantelfläche. Die Zahl der Solarzellenflächen konnte auf dem in Durchmesser und Höhe gewachsenen Satelliten mehr als verdoppelt werden. Damit standen nun mehr als 2.000 W an elektrischer Leistung zur Verfügung, was eine adäquate Versorgung der 19 aktiven (plus elf Reserve) Ku-Band Transponder sicherstellte. Die Wanderfeldröhren (TWTAs) des Satelliten leisteten 41 W im Vergleich zu den 20 W von SBS 4 und SBS 5. Satellite Business Systems (SBS) war 1985 der Erstauftragsgeber für diesen High-Power-Satelliten gewesen, doch nach zwei Starts in der JCSat Serie bildete der Start von SBS 6 bereits das Ende der Baureihe. Zudem hatte 1990 die Hughes Communications Inc. (HCI) die drei Ku-Band Satelliten SBS 4 bis SBS 6 aufgekauft. SBS 6 bot privaten Netzwerkbetreibern innerhalb der USA Daten-, Sprach-, und Video-Kommunikationsdienste. Zwei Transponder konnten auch für Gebiete außerhalb der kontinentalen USA geschaltet werden.

