Mit Inmarsat 2 F1 gelangte am 30.10.1990 der erste Satellit aus der zweiten Generation dieser Kommunikationssatelliten für die internationale Seefahrt auf eine Umlaufbahn. Die 200. Delta Rakete, in diesem Fall eine Delta 6925 , brachte den unter Leitung von British Aerospace auf Basis der neuen Eurostar-1000 Plattform gebauten Satelliten von Cape Canaveral auf eine Transferbahn. Später erreichte er seine geostationäre Position über zunächst 63° Ost, dann 64,5° Ost. Am 08.12.1990 ging der Satellit offiziell für Region Indischer Ozean in Dienst. Seine zwei Transponder (ausgehend C– auf L-Band und eingehend L– auf C-Band) ermöglichten die Kommunikation mit mobilen Terminals vornehmlich auf Schiffen, aber auch zunehmend in Flugzeugen oder Kraftfahrzeugen. Drei weitere Satelliten der Inmarsat 2 Generation wurden 1991 und 1992 noch gestartet. Nach der Inbetriebnahme von Inmarsat 3 F3 übernahm Inmarsat 2 F1 auf 179° Ost die Backup-Rolle für diesen auf der Pazifik-Position und wechselte zwischen April und Juni 2003 nochmals auf 143,5° Ost. Zu diesem Zeitpunkt operierte er bereits deutlich jenseits der garantierten Betriebsdauer von zehn Jahren. Tatsächlich erfolgte die Außerdienststellung erst im April 2013.

