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Das unbemannte Transportraumschiff Progress M-​5  wurde am 27.09.1990 um 10:38 UTC mit einer Sojus-​U2 11A511U2 von Baikonur zur Raumstation Mir gestartet. Zwei Tage später, am 29.09.1990 um 12:27 UTC erfolgte das Docking an der Station. In den nächsten Tagen entluden die Kosmonauten Gennadi Manakow und Gennadi Strekalow den Transporter. Schließlich wurden Müll und nicht mehr funktionstüchtige Gerätschaften an Bord von Progress M-​5  verstaut, bevor der Transporter am 28.11.1990 um 06:15 UTC wieder abgekoppelt wurde. Erstmals sollte das Raumschiff aber auch die Ergebnisse von Experimenten wieder zur Erde zurück befördern. Bisher dienten die Progress Transportraumschiffe bei ihrer Rückkehr zur Erde als „fliegender Mülleimer“. Sie wurden gezielt zum Verglühen in der Atmosphäre gebracht. Doch nun konnten sie mit einer kleinen ballistischen Wiedereintrittskapsel ausgestattet werden, die nach dem Retromanöver abgetrennt, auf sowjetischem Territorium niederging. Bis zu 150 kg an wissenschaftlicher Fracht ließen sich so zur Erde zurückbefördern. Diese Entwicklung war längst überfällig, denn an Bord der Sojus-​TM Raumschiffe konnten nur einige Kilogramm Fracht verstaut werden und die langen Flugzyklen reduzierten dies auf wenige Gelegenheiten im Jahr. Die Kapsel von Progress M-​5  hatte hauptsächlich die Arbeitsergebnisse von Kristallzüchtungsexperimenten an Bord. Während die Progress selbst verglühte, landete die „Raduga“ Kapsel vermutlich am 28.11.1990 gegen 11:04 UTC. Die Kapsel hatte diesmal lediglich 26 kg belichteten Filmmaterials des Erderkundungskomplexes „Priroda“ 5 an Bord. Die restliche Nutzlast machten Datenaufzeichnungsgeräte aus, die die Parameter beim Wiedereintritt ermittelten.

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