Das vom Pech verfolgte sowjetische Transportraumschiff Progress M-7 schloß seine Mission am 07.05.1991 mit einer weiteren Panne ab. Am 06.05.1991 um 23:00 UTC legte das mit Abfällen beladene Raumschiff, dessen Ankopplung an der Mir im März 1991 erst im dritten Versuch gelungen war, von der Raumstation ab. Unmittelbar vor dem Wiedereintritt in die dichtere Erdatmosphäre war der Ausstoß einer kleinen Landekapsel vorgesehen, mit der rund 150 kg Forschungsergebnisse, darunter hauptsächlich an Bord der Mir gezüchtete Halbleiterkristalle, zur Erde zurückgeführt werden sollten. Dabei kam es jedoch zu Komplikationen, so daß auch diese Landekapsel in der Atmosphäre verglühte — jedenfalls brach der Kontakt ab und es konnte nie eine Spur von ihr gefunden werden. Der Verlust bedeutete einen erheblichen Rückschlag für die um eine kommerzielle Nutzung bemühte sowjetische Raumfahrt. Bis heute wurde auch kein Zeitpunkt für den Wiedereintritt und die Desintegration des Progress-Raumschiffs veröffentlicht. Das nährt den Verdacht, daß die Probleme bereits nach der Zündung der Retrotriebwerke begonnen hatten.
