Im Auftrag von International Launch Services startete am 08.09.2005 von Baikonur eine Phase 1 Proton-M 8K82KM mit Bris-M 14S43 Bugsierstufe. An Bord hatte sie den kanadischen Kommunikationssatelliten Anik-F1R. Nach vier Zündungen der Endstufe hatte der Satellit eine geostationäre Transferbahn mit einem relativ hohen Perigäum von 3.400 km erreicht. Jetzt übernahm der bordeigene Antrieb die Zirkularisierung der Bahn in 36.000 km Höhe. Der von EADS-Astrium auf der Basis der Eurostar-3000 Plattform gebaute Anik-F1R verfügte über 32 Ku-Band und 24 C-Band Transponder für die Fernseh– und Datenübertragung. Dazu kam noch das Wide Area Augmentation System (WAAS-GEO 4) Navigationspaket für den C– und L-Band-Bereich, mit dem auf GPS-Daten basierende Leitinformationen an Flugzeuge auf tausenden kleinen und mittleren Flugplätzen und Landestreifen in entlegenen Gegenden Nordamerikas übermittelt werden konnten. Positioniert bei 107° West sollte der Satellit für mindestens 15 Jahre seine Aufgaben erfüllen. Er wurde mit Anik-F1 , der schon kurze Zeit nach dem Start Symptome gezeigt hatte, die auf eine rasch fortschreitende Alterung der Solarzellenflächen hindeuteten, ko-positioniert. Telesat Canada reklamierte den Fall Ende 2002 bei der Versicherung und konnte die ausgezahlte Summe für den Bau eines neuen Satelliten anlegen. Für EADS-Astrium ergab sich so die Chance, erstmals für den nicht unbedeutenden Kunden Telesat einen Satelliten zu liefern.

