Address:

September 1978 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 7 Einträge (von 7938), chronologisch sortiert.

06.09.1978

06.09.1978

Eine Molnija-​M 8K78M mit Block-​2BL Bugsierstufe wurde am 06.09.1978 mit dem Satelliten Kosmos 1030 vom nordrussischen Kosmodrom Plesetsk gestartet. Unter der Kosmos-​Bezeichnung verbarg sich ein IR-​Frühwarnsatellit für das „Oko“ System. Probleme mit dem Satelliten führten am 10.10.1978 zu seiner Explosion, wobei bis heute unbekannt ist, ob dieses bei „Oko“ Satelliten häufiger beobachtete Phänomen auf beispielsweise Batterieprobleme zurückzuführen war oder aus einer gezielten Selbstzerstörung resultierte. Mehr…

07.09.1978

07.09.1978

Die beiden Kosmonauten an Bord der Raumstation Saljut 6, Wladimir Kowaljonok und Alexander Iwantschenkow, unternahmen am 07.09.1978 erstmals ein Manöver, das später zur Routine beim Betrieb sowjetischer (russischer) Raumstationen werden sollte. Das Zubringerraumschiff der letzten Gastbesatzung blockierte nach deren Landung (in dem Raumschiff, mit dem wiederum die Stammbesatzung gestartet war) den Heckstutzen der Raumstation. Nur an diesem konnten aber die unbemannten Transportraumschiffe des Typs Progress ankoppeln. Daher war ein Umsetzen der Sojus an den vorderen Kopplungsstutzen unumgän Mehr…

09.09.1978

09.09.1978

Mit Venera 11 startete die Sowjetunion am 09.09.1978 die erste von zwei Sonden, die das 1978er Startfenster zur Venus nutzen sollten. Die mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​D-​1 11S824M Oberstufe von Baikonur gestarteten Sonden entsprachen weitgehend ihren Vorgängern Venera 9 und Venera 10, ebenfalls vom Typ 4 V-​1  bzw. 4 W-​1 , aus dem Jahr 1975. Allerdings erforderte der Startzeitpunkt mehr Energie als 1975 und so mußte die Ausrüstung der Sonden etwas leichter konstruiert werden. Außerdem wurde darauf verzichtet, die Orbitalsekti Mehr…

09.09.1978

09.09.1978

Unmittelbar im Anschluß an die Landung von Kosmos 1029 startete am 09.09.1978 mit Kosmos 1031 der nächste Zenit-​4MKM (Erzeugnis 11F692M) Fotoaufklärungssatellit. Tatsächlich hatte die Mission aber einen Tag Verspätung, weil es bei der Startvorbereitung zu einem Defekt am Flüssigsauerstoff-​Betankungssystem gekommen war. Die Sojus-​U 11A511U Rakete brachte den Satelliten von Plesetsk aus auf die vorgesehene Umlaufbahn. Erstmals startete damit eine Sojus-​U vom Startkomplex 41 in Plesetsk. Im Gegensatz zu seinem unmittelbaren Vorgänger Mehr…

14.09.1978

14.09.1978

Die Schwestersonde von Venera 11, Venera 12, startete am 14.09.1978 mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​D-​1 11S824M vom Kosmodrom Baikonur auf eine erdnahe Bahn. Aus dieser beschleunigte die Block-​D-​1  Fluchtstufe auf eine interplanetare Bahn. Knapp sieben Stunden nach dem Start trennte sich Venera 12 von der letzten Raketenstufe. Beide Sonden waren nach sowjetischen Angaben identisch ausgestattet. Und so litt auch Venera 12 unter Problemen mit der Astronavigation. Im Laufe des Fluges fiel zudem ein Bandspeicher für Telemetriedaten aus, was zu einer Mehr…

16.09.1978

16.09.1978

Mit einer Mu M-​3 H Feststoffrakete startete das ISAS (Institute of Space and Aeronautical Sciences) am 16.09.1978 vom Startgelände Kagoshima einen weiteren Forschungssatelliten. EXOS-​B bzw. SS-​06  erhielt nach dem Erreichen seiner exzentrischen Umlaufbahn zwischen 220 und 30.000 km Bahnhöhe den Namen „Jikiken“. Ziel des Satelliten war die Untersuchung verschiedener Phänomene als Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und dem Erdmagnetfeld. Analysiert wurden u.a. Elektronendichte, Plasmawellen und die Ausbreitung von Funkwellen. Vergleich Mehr…

19.09.1978

19.09.1978

Unter der Bezeichnung Kosmos 1032 startete die Sowjetunion am 19.09.1978 mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete vom Kosmodrom Plesetsk einen Fotoaufklärungssatelliten des altgedienten Typs Zenit-​2 M. Diese Satelliten mit dem Codenamen „Gektor“ und der Erzeugnisnummer 11F690 verfügten über ein Kamerasystem mit der Bezeichnung Ftor-​2R3 , das Übersichtsaufnahmen geringer Auflösung lieferte. Die Mission von Kosmos 1032 ging über dreizehn Tage und schloß mit der Landung der Rückkehrkapsel ab. Gegen Ende des Fluges wurde eine „Nauka“ Kapse Mehr…