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April 1964 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 11 Einträge (von 7859), chronologisch sortiert.

02.04.1964

02.04.1964

Nach einer Serie von Fehlschlägen gelang der Sowjetunion am 02.04.1964 endlich der Start einer Raumsonde zur Venus. Die Molnija 8K78  Rakete erreichte die vorgesehene Parkbahn um die Erde und auch die Wiederzündung der Viertstufe gelang ohne Probleme. Der Sondentyp MV-​1 verfügte über eine Reihe von Verbesserungen gegenüber den ersten Venera Sonden. Und er war wesentlich komplexer. So komplex, daß Sergej P. Koroljow vor den ersten Einsätzen des neuen Modells eigentlich mehrere technologische Testflüge geplant hatte. Doch schon diese So Mehr…


04.04.1964

04.04.1964

Unter der Bezeichnung Kosmos 28 startete die Sowjetunion am 04.04.1964 von Baikonur mit einer Wostok 8A92 Rakete einen Fotoaufklärer vom Typ Zenit-​2  (Erzeugnis 11F61). Nachdem in der Vergangenheit Fehlstarts mehrfach die Startrampe auf Platz 1 so schwer beschädigt hatten, daß monatelang keine Starts möglich waren, war dies nun der erste Start eines Zenit-​2  Satelliten von Platz 31. Die dortigen Installationen hatten bis dahin ausschließlich Starts militärischer R-​7  und R-​7 A erlebt. Nach einigen Umbau Mehr…

08.04.1964

08.04.1964

Seit dem Sommer 1963 liefen bei McDonnell (dem Hersteller der Kapsel), bei Martin Marietta (dem Hersteller der Rakete) und bei der NASA die Vorbereitungen für den ersten unbemannten Testflug des neuen Gemini Raumschiffs auf Hochtouren. Eine schier endlose Reihe von Pannen und Defekten an der Kapsel und insbesondere an der Rakete verzögerten den Start aber immer wieder. Trotz einer Verlängerung der täglichen Arbeitszeit von zwei 8-​Stunden-​Schichten auf zwei 12-​Stunden-​Schichten rückte der Start immer weiter in die Ferne. Der geplante Termin im Dezember 1963 war nicht zu halten gewesen. Auch der Mehr…

12.04.1964

12.04.1964

Die Sowjetunion unternahm am 12.04.1964 den zweiten Test eines frühen Prototypen für einen geplanten „Killersatelliten“. Unter der Bezeichnung Poljot 2 gelangte von Baikonur ein Satellit auf seine Bahn, mit dem die Bahnmanöver für das Abfangen gegnerischer Satelliten bzw. bemannter Raumschiffe getestet werden konnten. Nach einem ersten größeren Bahnmanöver kam es nach der zweiten Triebwerkszündung zum Bersten der Brennkammer des von Sergej K. Tumanski konstruierten Triebwerks. Damit verlor der Satellit auch seine Lagekontrolle und geriet ins Taumeln. Dennoch hatten sich Antrieb und Steuerun Mehr…


14.04.1964

14.04.1964

Zu einem schweren Zwischenfall kam es am 14.04.1964 bei einem Testlauf während der Startvorbereitungen für einen neuen astronomischen Forschungssatelliten vom Typ OSO. Bei Arbeiten für einen Spin-​Test des Satelliten mit montierter Drittstufe zündete im Vorbereitungsgebäude in Cape Canaveral unerwartet die X-​248  Endstufe der Delta Rakete. Ausgelöst wohl durch die elektrostatische Aufladung einer Schutzfolie. Das Gespann riß sich los und flog quer durch das Gebäude. OSO-​B wurde dabei zerstört und am Teststand sowie am Gebäude entstand erhe Mehr…


14.04.1964

14.04.1964

Zur Erprobung von Materialien und Technologien, die für den Hitzeschild der Apollo-​Kapsel vorgesehen waren, konzipierte die NASA das „Project FIRE“. Neben Windkanaltests und weiteren Simulationen bildeten die beiden suborbitalen Testflüge mit Hochgeschwindigkeitswiedereintritt von Kapselmodellen den Höhepunkt des Flight Investigation of the Reentry Environment Programms. Um die bis dahin nicht erreichten Geschwindigkeiten beim Wiedereintritt zu erzielen, wurden zwei Atlas-​D zur Aufnahme einer Antares-​II Stufe modifiziert. Dabei übernahm allein die Mehr…

20.04.1964

20.04.1964

Einen Monat nach dem Verlust der letzten Luna Sonde vom Typ E-​6  unternahm die Sowjetunion einen weiteren Versuch, eine derartige Sonde auf dem Mond landen zu lassen. Am 20.04.1964 startete von Baikonur eine Molnija 8K78  Rakete. Sie sollte die Sonde zunächst auf eine Parkbahn um die Erde befördern. 340 s nach dem Start fiel jedoch das Kontrollsystem der Rakete aus und die dritte Stufe hatte vorzeitig Brennschluß. Ursache war ein Defekt im Bereich der Stromversorgung für die Hilfstriebwerke BOZ (russ. Блок Oбеспечения Запуска). Jedenfalls Mehr…


21.04.1964

21.04.1964

Der zweite Start einer Thor-​DSV2 A Able-​Star von der Vandenberg AFB scheiterte am 21.04.1964 vermutlich wegen eines menschlichen Fehlers. Ein versehentlich in der Position für den Bodentest belassener Schalter sorgte dafür, daß der Steuerungscomputer fehlerhafte Signale an die Thor sendete, die daraufhin aus der vorgesehenen Aufstiegsbahn ausbrach. Die Rakete sollte den Navigationssatelliten Transit 5BN-​3  auf eine Umlaufbahn bringen sowie einen Meßsatelliten vom Typ Radose 5 E-​2  (auch als Transit 5 E-​2  Mehr…

23.04.1964

23.04.1964

Im Auftrag des NRO wurde am 23.04.1964 mit einer Atlas-​LV3 Agena-​D der USAF von Vandenberg aus ein weiterer GAMBIT KeyHole KH-​7  Aufklärungssatellit gestartet. Der Fotoaufklärer OPS 3743 lieferte extrem hochauflösende Aufnahmen ausgewählter strategischer Objekte, wobei das Perigäum der Bahn in nur etwa 150 km Höhe über das Ziel führte. Nach einem Test bei der vorangegangenen Mission wurde diesmal die Bahn für zwei Umläufe sogar noch weiter abgesenkt, was eine nochmals gesteigerte Auflösung ermöglichte. Insgesamt konnten während der viertägigen Mission 209 Zi Mehr…

25.04.1964

25.04.1964

Unter der Bezeichnung Kosmos 29 erreichte am 25.04.1964 ein Fotoaufklärer der ersten sowjetischen Generation seine Umlaufbahn. Der Satellit vom Typ Zenit-​2  (Erzeugnis 11F61), der mit einer Wostok 8A92 Rakete von Baikonur gestartet worden war, verfügte über ein Kamerasystem, das Aufnahmen geringer Auflösung liefern konnte. Nach 8-​tägigem Flug landete die Kapsel mit der Kameraausrüstung und dem Filmmaterial. Mehr…

27.04.1964

27.04.1964

Mit einer Thor-​SLV2 A Agena-​D startete am 27.04.1964 von der Vandenberg AFB ein Aufklärungssatellit des CORONA-​J Programms. Obwohl der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn sehr präzise erreichte, endete die Mission mit einem Fehlschlag. Bei der Stufentrennung konnte in der Telemetrie eine kurze Spannungsspitze registriert werden. Diese setzte offenbar die Pyroladungen zur Abtrennung der Filmlandekapseln außer Betrieb. Davon ahnte aber zunächst niemand etwas. Vielmehr registrierte man, daß nach 350 Zyklen die sekundäre Panoramakamera ausfiel, als der Film brach. Am 30  Mehr…