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Freitag,

14.01.1966

Sergej P. Koroljow, der führende Kopf des sowjetischen Raumfahrtprogramms, starb am 14.01.1966 in Moskau an Komplikationen, die unerwartet während einer Darmoperation aufgetreten waren. Koroljow, der seit längerem wußte, daß er an Krebs erkrankt war, hatte dennoch keine Vorkehrungen getroffen, die seine Nachfolge geregelt hätten. So übernahm sein erster Stellvertreter Wassili P. Mischin die Position Koroljows, doch er verfügte nicht über den Einfluß und das politische Geschick seines Vorgängers. Probleme, die sich noch unter Koroljows Führung abgezeichnet hatten, wurden in den späten 1960er Jahren offenkundig und stürzten die sowjetische Raumfahrt vorübergehend in eine tiefe Krise. Sichtbarstes Beispiel hierfür war das Scheitern des bemannten sowjetischen Mondprogramms und der Rakete Herkules N1-​L3 11A52.